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Segeberg Storjohann: Ein strahlender Wahlsieger
Lokales Segeberg Storjohann: Ein strahlender Wahlsieger
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22:08 25.09.2017
Auf sein Wahlkampf-Team konnte Gero Storjohann sich verlassen – dieses Bild zeigt ihn mit Kevin Ruhbaum aus Norderstedt (l.), der ihn beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf unterstützte. Quelle: Foto: Kullack
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Bad Segeberg

„Ein Super-Ergebnis“, konnte Storjohann sich am späten Sonntagabend über sein Ergebnis freuen– einen Vorsprung von 13,8 Prozent in der Direktkandidatur ist nicht das, was man in diesem Duell unbedingt erwarten durfte. Zwar bringt Storjohann die Erfahrung von vier Legislaturperioden – und Wahlkämpfen – mit; sein Herausforderer Alexander Wagner (siehe Text unten) hingegen galt der SPD als „junge Hoffnung“.

Am frühen Wahlabend, als die ersten Hochrechnungen einliefen, brandete bei Storjohanns Wahlparty in Seth nicht gerade so richtig lauter Jubel auf: Herbe Verluste für CDU wie SPD. Doch der 59-jährige Bundestagabgeordnete fand schnell Trost: „Das ist insoweit noch ein gutes Ergebnis, als dass es uns das Weiterregieren ermöglicht – mit wem auch immer“, erklärte der Hausherr. Als ärgerlich bezeichnete er das AfD-Ergebnis, das bereits zu diesem Zeitpunkt mit jenen 13,0 Prozent eingeblendet wurde, die es denn auch fast zur Endabrechnung waren.

Der Bundestrend mit den herben Verlusten bei den Zweitstimmen für CDU und SPD setzte sich auch im Kreis Segeberg fort – wenn es mit 34,6 Prozent für die CDU und 22,4 für sie Sozialdemokraten im Kreis auch höhere Prozentzahlen als im Bundesschnitt gab. Doch das konnte kaum über schlimme Einbußen auch vor Ort hinwegtäuschen: Minus 6,2 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2013 waren es kreisweit am Ende bei der CDU und gar minus 7,7 Prozent bei der SPD.

Ein anderer bundesweiter Trend – der von allen Parteien bis auf die AfD bedauert wurde – findet im Kreis Segeberg aber keine Entsprechung: Die AfD ist – wenn es allein nach den Segebergern gehen würde – nicht dritt-, sondern nur fünftstärkste Kraft – und damit nach der Linken (6,9 Prozent) mit 8,9 Prozent die zweitkleinste aller Parteien, die überhaupt über die Fünf-Prozent-Hürde gelangten.

Alle vier der kleinen Parteien konnten im Kreis Segeberg zulegen, am meisten die FDP, die mit einem satten Plus von 7,8 Prozent auf 13,6 Prozent der Wählerstimmen gelangte. Es folgen die Grünen – mit 10,9 Prozent (plus 2,3 Prozent) ebenfalls noch im zweistelligen Bereich Auch wenn Schleswig-Holstein durch Überhangmandate mit 24 Abgeordneten so viele nach Berlin schickt wie noch nie zuvor, konnten Segeberger Kandidaten davon nicht profitieren – zu schlecht waren ihre Positionen auf den jeweiligen Landeslisten. Tobias Mährlein von der FDP hatte noch die besten Chancen – er wäre auf Rang vier aufgerückt, die Landes-FDP entsendet aber nur drei Abgeordnete.

So bleibt es bei zwei Segeberger CDU-Bundestagabgeordneten, die ihre Wahlkreise jeweils direkt gewannen: Gero Storjohann aus Seth in Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn Mitte und Melanie Bernstein aus Wahlstedt im Wahlkreis 6 Neumünster/Plön.

 Von Lothar Hermann Kullack

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