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Segeberg Stoßsteine, Schleuderbälle, Seile: 6000 Euro für Sportgeräte
Lokales Segeberg Stoßsteine, Schleuderbälle, Seile: 6000 Euro für Sportgeräte
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20:31 24.10.2013
„Förderungswürdig“ nannte Kai Gräper (r.) von der Sparkasse Südholstein das Deutsche Sportabzeichen. 6000 Euro stiftete die Sparkasse. Dieter Prahl (l.) vom Kreissportverband verteilte nun Seile, Stoßsteine und Bälle — Geräte für die Sportabzeichen-Prüfung — an 29 Vereine. Quelle: Materne

Seit fast einem Jahr arbeiten die Vereine mit den reformierten Prüfungen des Sportabzeichens. Dabei erlebten einige Sportgeräte eine regelrechte Renaissance: „34 Jahre hat der Schleuderball bei manchen Leuten im Schrank gelegen“, sagte Dieter Prahl vom Kreissportverband Segeberg. „Inzwischen ist er wichtige Ausgleichsdisziplin.“ Aber nicht jeder Verein im Kreis besitzt noch genügend Schleuderbälle. Deshalb verteilte der Kreissportverband am Donnerstag für das Sportabzeichen wichtige Sportgeräte an 29 Vereine des Kreises. Dafür hatte die Sparkasse Südholstein 6000 Euro zur Verfügung gestellt.

35 Vereine im Kreis nehmen Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ab. „Einige hatten aber schon genügend Geräte“, sagte Prahl bei der Übergabe der Geräte in der Kreissporthalle in Bad Segeberg.

Gerne hätte die Übergabe schon früher stattgefunden, Bremser waren allerdings die fünf und zehn Kilo schweren Stoßsteine, mit denen jetzt beim Sportabzeichen gearbeitet wird. Bei diesen Geräten habe es Lieferschwierigkeiten gegeben, begründete Prahl die Verzögerung. „Das hatte bei der Sportartikel-Industrie wohl auch niemand gedacht, dass es so einen Run auf die Stoßsteine geben würde.“ 21 davon wurden für die Segeberger Vereine eingekauft.

Als neues Maß wurde beim Sportabzeichen die Zwei-Kilo-Kugel eingeführt. „Sie gilt bis ins hohe Alter“, erklärte Prahl. Selbst 100-Jährige müssten damit noch werfen. Entsprechend erhielt jeder der Vereine auch davon ein Exemplar. Dazu gab es für alle jeweils zwei Springseile. Außerdem wurden 116 Schlagbälle, 87 Wurfbälle, jeweils 29 Medizinbälle und Maßbänder angeschafft. „Ich habe das Sportabzeichen einmal bei der Bundeswehr gemacht“, sagte Kai Gräper von der Sparkasse Südholstein. Er wisse, was den Sportlern abverlangt werde. Trotz aller Kritik an der Reform des Abzeichens, sei es als Anreiz für den Sport förderungswürdig. „Dann soll es nicht an fehlenden Sportgeräten scheitern.“

100 Jahre Deutsches Sportabzeichen
Das erste Mal vergeben wurde das Sportabzeichen 1913, am 7. September, beim Berliner Jugendspielfest. 22 Preisträger waren es damals. 2012 wurden 843 890 Sportabzeichen abgelegt. Zum Vergleich: 2008, dem erfolgreichsten Jahr des „Breitensport-Ordens“, wurde es 1 004 341 Mal vergeben. Die Reform des Sportabzeichens, die mehrere Jahre in Anspruch genommen hatte, trat 2013 zum 100-jährigen Bestehen der Auszeichnung in Kraft.

Nadine Materne

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