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Segeberg Strafbefehl gegen Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg
Lokales Segeberg Strafbefehl gegen Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg
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17:12 03.07.2013
Torsten Thormählen. Quelle: LN
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Norderstedt/Henstedt-Uelzburg

  Der Strafbefehl sieht eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung vor, wie das Landgericht Kiel am Mittwoch mitteilte. Wird der Strafbefehl rechtskräftig, muss Thormählen zudem 10 000 Euro als Bewährungsauflage an die Landeskasse zahlen.

Von 2007 bis Mitte 2011 soll Thormählen laut Staatsanwaltschaft seine Nebentätigkeit als Vorstand der Kommunalbetriebe Ellerau seinen Dienstherren nicht vollumfänglich angezeigt haben. So soll er der Abführungspflicht für die erhaltenen Gelder entgangen sein. Dadurch sei der Stadt Norderstedt ein Schaden von 56 000 Euro und der Gemeinde Henstedt-Ulzburg in Höhe von 13 800 Euro entstanden. Zudem wird Thormählen zur Last gelegt, Beschäftigte der Kommunalbetriebe Ellerau nicht bei dem zuständigen Sozialversicherungsträger angezeigt und dadurch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile vorenthalten zu haben.

Thormählens Verteidiger Michael Gubitz kündigte an, Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen zu wollen. „Die Verteidigung geht weiterhin von der Unschuld des Herrn Thormählen aus“, teilte er in einer Presseerklärung mit. Die maßgeblichen Personen hätten die tatsächlichen Verhältnisse gekannt. Völliges Unverständnis äußerte der Verteidiger sowohl für die Annahme, Thormählen hätte sich strafbar gemacht als auch für das im Strafbefehl vorgesehene Strafmaß.

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