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Strukdorfs Chronik ist jetzt „auf dem Markt“

Strukdorf Strukdorfs Chronik ist jetzt „auf dem Markt“

Über Jahre hinweg hat eine Handvoll geschichtsinteressierter Enthusiasten Archive durchsucht, Urkunden gesichtet und übersetzt und die vielen Geschichten eines Dorfes zu Papier gebracht. Am Mittwoch präsentierten sie die erste Strukdorfer Chronik.

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Sie haben viel Arbeit in die Strukdorfer Chronik gesteckt: Hans-August Studt, Horst Leonhardt, Helga Studt, Hans Peter Sager, Luise Hansen, Jürgen Albert und Hans Rahlf (v.l.).

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Strukdorf. Das Interesse an dem Werk war immens, denn so viele Besucher wie am Mittwoch hatte das Feuerwehrhaus zuletzt gesehen, als es um die Breitbandversorgung der Gemeinde ging. „Da steckt irrsinnig viel Arbeit drin, und die ist unbezahlbar“, sagte Strukdorfs Bürgermeister Götz Leonhardt bei der Vorstellung des Buches, das für 30 Euro bei ihm zu haben ist.

LN-Bild

Über Jahre hinweg hat eine Handvoll geschichtsinteressierter Enthusiasten Archive durchsucht, Urkunden gesichtet und übersetzt und die vielen Geschichten eines Dorfes zu Papier gebracht. Am Mittwoch präsentierten sie die erste Strukdorfer Chronik.

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Allen voran dankte er seinem Vater Horst, der sich schon vor Jahrzehnten zusammen mit Hans Peter Sager an die Aufarbeitung der regionalen Geschichte begeben hatte. „193 Veranstaltungen haben wir seitdem organisiert. Im Schnitt kamen 20 Personen. Aber es waren auch schon mal 70 Zuhörer und die Tür ging nicht mehr zu“, erzählte Hans Peter Sager.

An die Ortsgeschichte hatte sich der Arbeitskreis, dem neben Götz Leonhardt und Hans Peter Sager auch Hans-August und Helga Studt, Jürgen Albert und Hans Rahlf angehörten, erst 2014 gemacht. „Jeder von uns hat feste Aufgaben übernommen. Wir waren in Archiven unterwegs und haben Urkunden aus dem 16. Jahrhundert gesichtet. Die durften wir zwar kopieren, aber dadurch konnten wir sie immer noch nicht lesen, denn alle waren in Sütterlin geschrieben. Dazwischen gab es immer wieder lateinische Begriffe. Das ging gar nicht“, ergänzte Horst Leonhardt, der besonders Helga Studt und ihrer Schwester Luise Hansen dankte, die sich um die Übersetzung der Schriftstücke gekümmert haben.

„Das Buch aber wäre nicht entstanden, wenn es Hans Rahlf nicht gäbe. Er hat immer wieder gedrängt und hat von hinten nachgeschoben, denn man hat ja nicht immer Lust“, verriet Leonhardt den anwesenden Strukdorfern. Er dankte dem Amt Trave-Land und Archivar Dieter Harfst, der das Ansinnen der Strukdorfer von vielen Seiten unterstützt hat. Der ehemalige Leitende Verwaltungsbeamte Hans Rahlf gab sich bescheiden: „Das war ein Dank zu viel. Dieter Harfst und ich waren nur kleine Rädchen“, sagte er.

Kaum war der Verkauf eröffnet, standen die Strukdorfer Schlange, um ein Exemplar der Chronik mit nach Hause nehmen zu können. Auch Klaus Hohenstein blätterte fasziniert durch die Seiten. „Dabei bin ich kein geborener Strukdorfer“, erzählte der 80-Jährige, der erst vor zehn Jahren aus der Großstadt Berlin nach Strukdorf gezogen war. Bereut hat er das nicht. Klaus Hohenstein: „Ich hätte es selbst nicht gedacht, aber ich fühle mich in Strukdorf pudelwohl.“

Von Petra Dreu

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