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Segeberg Sturm wirbelte den Kreis durcheinander
Lokales Segeberg Sturm wirbelte den Kreis durcheinander
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22:25 28.10.2013
Kurhausstraße in Bad Segeberg: Der Sturm hat die Stange mit den Hinweisschildern einfach umgeknickt. Quelle: Fotos: Spreer (5), Materne (1), Kullack (1), Hiltrop (1)
Segeberg

Der Sturm hatte gestern auch den Kreis Segeberg im Griff. Umgestürzte Bäume, Äste auf den Straßen. Die Einsatzkräfte kamen mit dem Aufräumen kaum hinterher, am Nachmittag heulte in Bad Segeberg die Sirene, jeder verfügbarer Helfer wurde gebraucht, um Schilder wieder aufzurichten, Sträucher und Bäume von den Straßen zu räumen, Mülltonnen einzusammeln, Unfallstellen abzusichern.

Sturmböen mit bis zu 160 km/h spielten mit Fahrzeugen und Bäumen wie mit Modellautos und Streichhölzern. Auf der B 205 bei Negernbötel wurde ein Lkw von einer Böe erfasst. Die Zugmaschine stellte sich quer, der Anhänger lag am Ende auf der Seite auf dem Grünstreifen. „Er war unbeladen“, erklärte einer der Polizisten am Einsatzort. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Auf den Autobahnen fuhren die Streckenkontrollen pausenlos Patrouille, um die Fahrbahn freizuhalten. Wohin man sah: Das nächste Blaulicht von Polizei oder Feuerwehr war nicht weit. In Rickling war ein Baum auf ein Haus gestürzt — ohne größeren Schaden anzurichten. In der 300 Meter langen Baustelle der Dorfstraße stand kaum noch eine Absperrung so, wie sie sollte. Auf der K 52 bei Fehrenbötel war ein riesiger Nadelbaum umgestürzt, hatte dabei einen Holzlattenzaun eingerissen und die halbe Kreisstraße blockiert. Ein zufällig vorbeikommender Mann nutzte die Gelegenheit, sich ein paar Tannenzweige mitzunehmen. Viel Zeit hatte er nicht, um zuzulangen. Da tauchte schon ein zu Hilfe gerufener Mann mit seinem Frontlader auf, um das Hindernis kurzerhand aus dem Weg zu räumen.

In Wahlstedt wurde ausgerechnet das 150 Quadratmeter große Blechdach vom Gebäude des Technischen Hilfswerkes auf das Nachbargrundstück geweht.

„Bitte rufen Sie uns nicht mehr an, hier ist der Bär los“: Bei der Polizei und den Feuerwehren liefen gestern die Telefone heiß. Umgekippte Bäume, Werbetafeln, Gerüstfolien, ganze Straßenlaternen — alles, was 160 km/h Windgeschwindigkeit nicht standhalten konnte, war umgekippt oder gebrochen.

Ziegelstraße/Ecke Riihimäkistraße: Die Ampel hing wie ein loser Zahn in der Luft. Schrauben hätten sich gelöst, sagte eine Polizistin den LN. Am Ihlsee war ein mächtiges Baumteil herausgebrochen. Die Feuerwehr ließ es liegen, es störte niemanden, andere Einsätze waren wichtiger. Zum Beispiel in der Kurhausstraße. Dort hatte sich ein Element am Dachfirst gelöst. Es musste rasch befestigt werden. „Wenn das abfällt, greift der Wind so richtig unters Dach . . .“ Feuerwehrmann Oliver Svensson, der mit Christoph Bock und Timo Merkel ihren Kameraden oben im Korb der Drehleiter beobachtete, machte eine Handbewegung, die erahnen ließ, was dann passieren würde. . .

„Die Einsätze kommen im Minutentakt rein. Der halbe Kreis ist draußen.“
Dennis Oldenburg, Kreisfeuerwehr

nam/spr/hil

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