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Segeberg Sülfeld braucht mehr Platz für die „Besten Freunde“
Lokales Segeberg Sülfeld braucht mehr Platz für die „Besten Freunde“
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21:04 02.10.2017
Quelle: dpa
Sülfeld

Hatten die Gemeindevertreter anfangs über eine Containerlösung nachgedacht, einigten sie sich nun auf einen Neu- beziehungsweise Anbau. Etwa 70000 Euro hätte die Containerlösung gekostet. Zuschüsse vom Kreis wären möglich, wenn es sich dabei um eine Zwischenlösung handeln würde, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Wegner (CDU). Derzeit herrsche im Kreis Segeberg ein Bedarf an Elementarplätzen von 1300, erklärte Wegner. Eine Reihe von Kindergärten hätten eine Sondergenehmigung, wonach bis zu 24 Kinder statt 20 in einer Elementargruppe betreut werden dürfen. Würde diese Gruppenstärke auf 20 heruntergefahren, wären 500 Plätze nötig, hinzu komme ein Bedarf von 800 neuen Plätzen. Ein Grund für Kreis und Land, neue Fördertöpfe für die Erweiterung von Kitas einzurichten.

„Theoretisch ist eine Maximalförderung von 15000 Euro pro Platz möglich. Aufgrund der vielen fehlenden Plätze wird aber nur mit der Hälfte gerechnet, also insgesamt 150000 Euro für uns“, sagte Wegner.

Im Zuge der Kita-Erweiterung sind auch eine Vergrößerung der Mensa sowie die Einrichtung eines Gruppenraumes für die Mitarbeiterinnen nötig. Hierfür wäre eine maximale Förderung von 1000 Euro pro Kind möglich. Auch hier wird nur mit der Hälfte der Summe gerechnet, bei 100 Kindern also 50000 Euro. Letztlich könne Sülfeld für die „Besten Freunde“ 200000 Euro Fördergelder erhalten, erläuterte der Bürgermeister. Dem stünden Baukosten von etwa 600000 bis 700000 Euro gegenüber. „Ein Neubau ist häufig kostengünstiger, als ein Anbau“, sagte er, der Vergleichskosten parat hatte. So habe der Preis für einen Neubau in Tangstedt zwischen 2300 und 2500 Euro pro Quadratmeter gelegen, der Anbau in Kayhude bei 3000 Euro. „Da die Baupreise gerade steigen, rechne ich eher mit einem Quadratmeterpreis von 3500 Euro für einen Anbau.“

Bärbel Brunckhorst (CDU) erinnerte daran, die Arbeit des Kita-Teams zu würdigen. Zum einen hätten die Mitarbeiterinnen keinen Raum für die Pausen, zum anderen wäre kaum Platz, um die Talente der Kinder zu fördern. „Ein Neubau bedeutet nicht nur Qualitätsverbesserung der Kita, sondern steigert auch den Wert der Gemeinde.“ Sie schlug vor, einen Architektenwettbewerb auszuloben und die Kita-Mitarbeiterinnen in die Planung einzubinden.

Letztlich beschlossen die Gemeindevertreter, unverzüglich mit der Planung für eine Erweiterung zu beginnen. Jetzt soll zunächst geklärt werden, ob für das Projekt Bestandsschutz für die Planung gelte oder ein neuer Architekt beauftragt werden könnte. Wenn ja, sollen drei Architekten für je 2000 Euro Honorar Vorschläge für eine Kita-Erweiterung einbringen.

 Von Silvie Domann

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