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Segeberg Sülfeld muss für die Wehr Stellplätze bauen
Lokales Segeberg Sülfeld muss für die Wehr Stellplätze bauen
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16:24 04.03.2016
Ausreichend Parkraum wäre hier für Sülfelds Feuerwehrleute, doch der Schulparkplatz neben dem Feuerwehrhaus darf nicht von ihnen genutzt werden, sagt die Feuerwehr-Unfallkasse. Quelle: spr

Dass die Gemeinde Sülfeld harte Auflagen der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK) erfüllen muss, hatten die LN bereits berichtet. Jetzt hat es einen Ortstermin am Feuerwehrhaus mit den Beteiligten gegeben. Ergebnis: Die Auflagen sind immer noch hart (und voraussichtlich sehr kostspielig), aber die HFUK hat den Zeitdruck von der Kommune genommen.

Wie berichtet, muss die Gemeinde 24 Parkplätze an der Feuerwache bereitstellen. 24 deshalb, weil die Feuerwehr über 24 Sitzplätze in ihren drei Fahrzeugen verfügt — also für jeden potenziell im Einsatz befindlichen Kameraden einen Stellplatz. Diese Plätze gibt es noch nicht. Wer denkt, dann könnte man ja die benachbarten Parkplätze, die jetzt von der Schule genutzt werden, nehmen, der irrt.

Diese Parkplätze würde die HFUK nicht akzeptieren. Denn: Im Fall eines Einsatzes müssten die zum Feuerwehrhaus eilenden Kameraden auf dem Weg ins Gebäude womöglich vor Fahrzeuge laufen, die gerade ausrücken — „erhebliche Unfallgefahr“, schließt die HFUK daraus. Folge: Die Parkplätze müssen auf der „richtigen“ Seite des Gebäudes angelegt werden — sozusagen kreuzungsfrei. Also rechts vom Feuerwehrhaus.

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Wegner den LN sagte, werde man es schaffen, rechts vom Gebäude 24 Parkplätze anzulegen. Sie müssen „feinfugig gepflastert“ sein, um die Stolpergefahr zu minimieren.

Derzeit steht dort ein kleines Lagerhäuschen, das entfernt wird. Von dort kann man das Gebäude betreten, ohne die Ausfahrt zu kreuzen. Kostenschätzungen gibt es noch nicht. Wegner meint, dass man mit 50000 Euro rechnen müsste.

Die HFUK hat aber noch mehr Beanstandungen: So mahnt sie einen Umkleideraum an. Bisher hängt die Einsatzkleidung der Männer und Frauen in der Halle. Unzulässig, so die HFUK. Dafür müsse ein separater Raum her. Und: Der First-Responder-Wagen der Sülfelder Wehr, ein VW-Bus, steht derzeit vor dem sogenannten Bundesfahrzeug, einem LF 16 TS. „Das ist auf lange Sicht auch nicht in Ordnung“, habe die Unfallkasse bemängelt, sagte Wegner den LN.

Deshalb gehen die Überlegungen in Richtung bauliche Erweiterung. „Im hinteren Bereich werden wir in Form eines Anbaus über die ganze Gebäudelänge Räumlichkeiten für die Umkleidung, für Spinde und einen separaten Eingang schaffen“, sodass man vom Parkplatz quasi über einen Hintereingang ins Gebäude kommt. So würden gut 100 Quadratmeter geschaffen.

Und links vom Gebäude könnte der zweite Anbau erfolgen. „Im Haushalt haben wir Geld für ein anderes First-Responder-Fahrzeug eingestellt“, weil das bestehende schon alt sei. Dennoch soll es nicht verkauft werden, sondern für die Jugendfeuerwehr sein, die aktuell rund 30 Mitglieder hat. Beide Fahrzeuge könnten in einer neu anzubauenden Halle Platz finden.

Und wenn man schon mal dabei ist, Baumaßnahmen zu erwägen und zu planen: Da die Feuerwehr über 50 aktive Kameraden verfügt (plus Musikzug) und der bestehende Mannschaftsraum zu klein ist, könnte ein neuer ins Kalkül gezogen werden . . . Doch Priorität hat dies offenbar nicht.

Bis 2019 muss Sülfeld gehandelt haben. Wegner: „Wir machen jetzt die Grobplanung, legen fest, was wir wollen und was wir tun müssen.“ Und dann sei unbedingt zu klären, ob die Wehr mit ihren Fahrzeugen auskommt oder ob dort dringender Bedarf sei. Wenn ja, dann sollte das gleich bei der Raumplanung mit berücksichtigt werden. Wegner: „Wenn es nach der Feuerwehr geht, soll die neue Halle so groß werden wie die bestehende.“ Noch wisse man aber nicht, was das kosten wird.

Von Christian Spreer

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