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Segeberg Sventana-Schule Bornhöved: Abschluss nach Klasse 9 Plus
Lokales Segeberg Sventana-Schule Bornhöved: Abschluss nach Klasse 9 Plus
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22:00 25.04.2016
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Bornhöved

Nicht jeder Schüler wird einmal Akademiker. Manche mühen sich schon ab, überhaupt den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) zu erreichen — wie der ehemalige Hauptschulabschluss inzwischen heißt. Die Sventana-Schule Bornhöved hat für diese Zielgruppe beim Bildungsministerium die Einrichtung einer „Flex-Klasse“ beantragt — und bewilligt bekommen.

Ab nächstem Schuljahr bekommen leistungsschwächere Schüler eine besondere Förderung und die Chance, den Lehrstoff der Klassen acht und neun in drei Jahren zu bewältigen. Besonderer Wert wird auf die Berufsvorbereitung gelegt — dabei helfen auch neue Kooperationsverträge mit Bornhöveder Unternehmen.

Bisher war die Schulkarriere von ESA-Schülern eher von Lernbeeinträchtigungen und Misserfolgen gekennzeichnet, erklärt Sventana-Schulleiterin Bettina Becker die Idee hinter der Flex-Klasse. Bei sehr leistungsschwachen Schülern sei sogar schon in der siebten Klasse absehbar, dass sie den Schulabschluss nur mit großer Mühe oder gar nicht schaffen. Zumindest nicht nach bisherigem Modell.

In der neuen „Klasse mit flexibler Übergangsphase“, kurz Flex-Klasse, wird der Unterrichtsstoff der achten und neunten Stufe auf drei Jahre gestreckt in Stufe acht, neun und neun plus. So bleibt mehr Zeit, Stoff aus der siebten Klasse zu wiederholen und neue Lerninhalte zu üben. Zudem sollen die Schüler besonders auf das Berufsleben vorbereitet werden. „Dafür stellen wir einen Berufscoach ein“, kündigt Becker an. Die Stelle wurde extra für die Flex-Klasse geschaffen. Dieser Coach hilft den Schülern dabei, individuelle Stärken und Interessen herauszuarbeiten, gibt ihnen Bewerbungstraining, dokumentiert ihre Fortschritte und unterstützt die Jugendlichen bei der Praktikumssuche.

Vier Berufspraktika sind für die Flex-Schüler in den drei Schuljahren vorgesehen. Dazu kommen Werkstatttage und Betriebsbesichtigungen mit außerschulischen Partnern — gerade erst hat die Schule Kooperationsverträge mit den in Bornhöved ansässigen Firmen Strabag und Holz Ruser geschlossen. „Die Firmen stellen uns Praktikums- und sogar Ausbildungsplätze in Aussicht“, betont Bettina Becker.

Von dem praxisnahen Unterricht und der intensiven Betreuung verspricht sich Becker stärker motivierte Schüler. Sie können sich Erfolgserlebnisse schaffen und ihr Selbstwertgefühl aufbauen. Das Konzept soll die Chancen der Schüler erhöhen, den ESA erfolgreich zu erwerben und ein Abbrechen der Schullaufbahn verhindern. Zudem erhalten die betroffenen Schülern mehr Zeit, um zu reifen.

Ausgewählt für die Flex-Klasse werden Schüler des siebten Jahrgangs — mit Einwilligung der Eltern. Auch wurde eine Vereinbarung mit der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp geschlossen, berichtete Becker im Sventana-Schulverband. Jugendliche mit besonderem Förderbedarf dort können auch in die Flex-Klasse der Sventana-Schule wechseln.

Von Nadine Materne

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