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Segeberg THW-Helfer machen sich fit für den Ernstfall
Lokales Segeberg THW-Helfer machen sich fit für den Ernstfall
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20:12 12.04.2017
Finn Winkenwerder (17) aus Bad Segeberg übt den „einfachen Ankerstich“, der schwieriger zu binden ist, als sein Name vermuten lässt. Quelle: Fotos: Thw/hfr

„Na, haben wir nicht etwas vergessen?“, fragt Ausbilder Lukas Gieseking und blickt vielsagend auf den Gehörschutz, der noch auf der Werkbank liegt. Der THW-Helferanwärter wird rot und legt den Gehörschutz vorschriftsmäßig an, bevor er den Motortrennschleifer startet und lautstark ein Stück Eisenrohr damit verkürzt.

„Na, haben wir nicht etwas vergessen?“, fragt Ausbilder Lukas Gieseking und blickt vielsagend auf den Gehörschutz, der noch auf der Werkbank liegt.

Zum Ausbildungs-Endspurt setzten zwölf angehende THW-Helfer aus fünf Ortsverbänden nun an. Die Hälfte gehört dem Ortsverband Bad Segeberg an, der im Mai auch die Abschlussprüfung ausrichtet. Knapp 40 neue ehrenamtliche Helfer aus zwölf Ortsverbänden müssen dann zeigen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben.

Der Umgang mit schwerem Gerät – Motorsäge oder Rettungsschere – muss dann ebenso sitzen wie „Stiche und Bunde“. So werden die Knoten genannt, mit deren Hilfe die Helfer Leinen verlängern, eine Ölsperre ans Boot binden oder sich auch selbst sichern, beispielsweise beim Retten von Personen aus großen Höhen. Dass der „einfache Ankerstich“ gar nicht so einfach zu binden ist, musste auch Finn Winkenwerder aus Bad Segeberg feststellen. „Zum Glück bin ich schon seit ein paar Jahren in der THW-Jugend“, meint der 17-Jährige. „Da lernt man schon so einiges und hat es dann in der Grundausbildung leichter.“

Nach bestandener Prüfung werden die neuen Helfer einer der THW-Fachgruppen zugeteilt. Je nach Neigung und Eignung stehen in Bad Segeberg zwei Bergungsgruppen und je eine Fachgruppe Elektroversorgung, Wasserschaden/Pumpen und Ortung zur Wahl.

Die Bandbreite des Technischen Hilfswerkes ist in der Kreisstadt groß. Hans-Joachim Sakowski, Ortsbeauftragter in Bad Segeberg, wirbt denn auch gerne mit der Vielfalt: „Wer einen Ausgleich zum Beruf sucht, ist bei uns genau richtig. Von A wie Anlagentechniker bis W wie Werbekauffrau ist bei uns alles vertreten.“ Und fügt schmunzelnd hinzu: „Uns fehlt allerdings noch ein Zahnarzt. . .

Gleich nach der Abschlussprüfung im Mai geht es dann wieder von vorne los: Mit – so hofft das THW – zahlreichen neuen Helfern, denn Verstärkung kann es immer brauchen.

LN

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