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Segeberg THW trieb lahme Enten über den See
Lokales Segeberg THW trieb lahme Enten über den See
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21:12 03.09.2016
Der Bürgermeister hatte sein Grußwort gesprochen, die Schaufel kippte: Das war der Start zum siebten Entenrennen in Bad Segeberg. Quelle: Fotos: Glombik

Etwa 1000 „rasende“ Enten und ein Publikum an der Bad Segeberger Uferpromenade, das mitfieberte. Gestern Nachmittag kippte die große Schaufel eines Frontladers und die Quietscheenten purzelten in das Wasser des Großen Segeberger Sees.

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Jannik Farin holte den Sieger in der Entenfalle aus dem Wasser und tütete ihn sofort ein.

„Eine unabhängige Jury hat die originellste Ente im Schönheitswettbewerb ausgewählt.“Werner Schulze,

Kiwanis Club

Da schwammen sie nun. Zwar wehte der Wind aus der richtigen Richtung, aber eben viel zu lau. So mussten die Helfer des Technischen Hilfswerk ran, mit Pumpe und Wasserstrahl ordentlich Strömung auf dem See erzeugen, damit die Plastikvögel Fahrt aufnahmen. Und es wurde ein packendes Rennen, wo hin und wieder eine Ausreißergruppe versuchte, das Weite zu suchen, dann aber doch wieder vom Hauptfeld eingeholt wurde. Hier wurde garantiert nicht gedopt, es waren saubere Spiele. Nachzügler gingen nicht unter, sondern wurden vom Technischen Hilfswerk gnädig nach vorne bugsiert oder gespritzt. „Das ist meine Königsente“, schreit ein Mädchen. Mareike Schenkel mit Mila und Magdalena Stolle mit Eweline hatten mit ihren Enten am Schönheits-Wettbewerb teilgenommen und ihre persönlichen Favoriten am Zebra-Look und am Outfit mit Brille im ansonsten gelben Getümmel ausmachen können. Leider, leider, vorne spielten sie nicht mit. „Es bringt trotzdem total Spaß“, sagten sie.

Besonders die Fans, die ihr gelbes Plastik-Geflügel mit Krönchen, Federn, Rüschen und anderen Utensilien aufgepeppt hatten, fieberten mit: „Wo ist meine?“ Großes Gelächter kam auf, als sich eine „echte“ Ente das Treiben ihrer Artgenossen genauer ansah. Teilweise schwamm sie sogar auf der offiziellen Wettkampfbahn, hing die Plastik-Horde aber spielerisch ab.

Das alles ist ein Heidenspaß für alle, der zudem noch einem guten Zweck dient: Der Erlös des Wettschwimmens, das der Kiwanis Club Bad Segeberg nun schon zum siebten Mal veranstaltet – meist waren es rund 6000 Euro – wird für soziale Zwecke verwendet. Fünf Euro kostet den Fan deshalb eine Wettkampf-Ente.

Im vergangenen Jahr habe man noch mit lautem Laubbläser die lahmen Enten vorangetrieben, berichtet Cheforganisator Werner Schulze. Dieses Jahr wollte man es etwas ruhiger angehen und arbeite mit Wasserschlauch. Nichts wird dem Zufall überlassen. Am Vortag sei das Verfahren geprobt worden. Schulze: „Wir haben die Strecke auf etwa 170 Meter eingekürzt.“ Gut angenommen wurde auch der Kinderzirkus aus Strukdorf, Schminkstände waren umlagert.

Doch das Entenfinale war natürlich der Knaller. Helfer Jannik Farin tütete am Ziel den Sieger ein, eine gelbe Normalo-Ente. Der Eigentümer musste nachmittags noch ermittelt werden, den zweiten Platz belegte Kimi Kelpe, den dritten Louisia Theresa Marie Schwerdtfeger aus Weede. Alle andere Platzierungen kann man im Internet unter www.entenrennen-se.de erfahren.

Wolfgang Glombik

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