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Segeberg HSV-Scouts sichten beim Tag der Talente
Lokales Segeberg HSV-Scouts sichten beim Tag der Talente
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14:16 01.10.2018
Der Tag der Talente im Stadion von Eintracht Segeberg: Jungen aus den Jahrgängen 2010 und 2011 waren zur Sichtung der HSV-Scouts für die regionale Talentgruppe Nord angemeldet worden. Quelle: Heike Hiltrop
Bad Segeberg

In Hamburg erlebten über 57 000 Fans im Volksparkstadion ein sehr dürftiges Zweitliga-Derby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli. Ganz anders die potenziellen HSV-Stars von übermorgen: Beim „Tag der Talente“ im Eintracht-Stadion in Bad Segeberg gaben die Kicker-Knirpse alles. Sprinten, dribbeln, Tore schießen, sich von der besten Seite zeigen, mit Spielfreude und Teamgeist - das stand bei dem von den LN und der VR Bank Neumünster unterstützen Scouting der HSV-Talentgruppe Nord auf dem Programm.

Bei einem Miniturnier treten sechs Team gegeneinander an. Und damit gleich klar ist, wessen Fußstapfen das Ziel sind, tragen die Mannschaften Namen wie „Arp“, „Hwang“, „Hunt“, „Holtby“, „Ito“ und Lasogga“. Knapp 60 Jungen der Jahrgänge 2010 und 2011 sind von ihren Eltern zum Tag der Talente angemeldet worden, damit sie ihr Können unter Beweis stellen. Einen Platz in der regionalen HSV-Talentgruppe wollen sie alle: Diego aus Lübeck, Kjel aus Stockelsdorf, Marcel aus Preetz, Maximilian aus Reinfeld, Collin aus Tensfeld, Torwart Malik aus Neumünster und all die anderen Jungen.

Das war der Tag der Talente in Bad Segeberg

Zur Betreuung haben die Scouts, die mit Verstärkung nach Bad Segeberg gekommen sind, Talente aus dem Jahrgang 2005 mitgebracht. „Einer von den ganz erfolgreichen Jahrgängen“, wie Thomas Nagel, Leiter der Talentgruppe Nord, anerkennend unterstreicht. Klar: Die Nachwuchs-Sichtung steht im Vordergrund. „Aber ihr sollt vor allem eines haben: Spaß am Spiel und Freude an einem besonderen Tag“, fasst Nagel zur Begrüßung zusammen. Und Segebergs LN-Redaktionsleiter Holger Schwartz ergänzt: „Fußball ist so ein großartiger Sport, er verbindet. Genießt diesen Tag. Er ist vielleicht der Anfang einer großen Karriere. Aber seid nicht traurig, wenn es heute nicht klappt.“

Der Tag der Talente im Stadion von Eintracht Segeberg: Knapp 60 Jungen aus den Jahrgängen 2010 und 2011 waren zur Sichtung für die regionale Talentgruppe Nord angemeldet worden. Quelle: Heike Hiltrop

Väter und Mütter beobachten an der Bande das Warm-up mit Christoph Zimmer, G-Jugend-Trainer von Eintracht Segeberg. Manche von ihnen haben schon häufiger die Chance für ihre Kinder bei solchen Veranstaltungen gesucht, andere blicken kritisch auf jeden Schritt. Manche sparen nicht mit Kommentaren zu den einzelnen Spielen – und zu dem, wie der eigene Filius sich auf dem Feld so macht. Wieder andere genießen einfach nur die erfrischenden Auftritte der jungen Kicker an dem sonnigen Sonntagvormittag.

Mit Klemmbrett und Notizzetteln stehen derweil Thomas Nagel, Ralf Bendowski, Stefan Nagel, Wolfgang Stark sowie Talentscout-Verstärkung Frederick Duteau und Ervin Lamce am Spielfeldrand und beobachten jeden einzelnen der kleinen Kicker.

HSV Tag der Talente der Jahrgänge 2010, 2011 im Stadion von Eintracht Segeberg: Knapp 60 Jungen aus dem südlichen Schleswig-Holstein, bis hoch nach Neumünster und Preetz waren zum Sichtungstermin der regionalen HSV-Talentgruppe Nord angemeldet. Quelle: Heike Hiltrop

„Die richtig talentierten Jungs erkennt man schnell - je älter, je klarer. Hier sieht man die Anlagen. Spielfreude, Aktivität, Bewegungsbegabung“, fasst Thomas Nagel zusammen, auf was die Talentsucher achten. In der Regel kommen an so einem Tag wie diesem etwa zehn Prozent der Jungs weiter.“ „Hast du den gesehen?“, macht Lauftrainer Stefan Nagel seinen Bruder auf einen der Jungen aus dem „Team Arp“ aufmerksam. „Man ist der schnell. 2,1 Sekunden auf zehn Metern!“ Ein Kreuz hinter dem Namen ist später eine gute Erinnerungsstütze. Ein Junge bekommt im Eifer des Gefechts den Ball unglücklich an den Kopf, fällt zu Boden, schnieft kurz und rappelt sich wieder auf. „Auch das ist wichtig“, sagt Thomas Nagel: „Hat jemand Nehmerqualitäten, oder lässt er den Kopf hängen.“

Gegen Mittag ist das Sichtungsturnier vorbei. „Team Holtby“ gewinnt das kleine Turnier. Und Thomas Nagel ist sehr zufrieden: Diesmal sind sogar 19 Jungen so positiv aufgefallen, dass sie mit einer Einladung zum Training in der Talentgruppe Nord in der Tasche den Heimweg antreten. Und der eine oder andere hatte schon vorab die Mitteilung bekommen, sich beim „Young-Talent-Day“ am 13. und 14. Oktober in Norderstedt beweisen zu können.

Heike Hiltrop

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