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Segeberg Talk zwischen Gitarrenriffs und „nach Hause kommen“
Lokales Segeberg Talk zwischen Gitarrenriffs und „nach Hause kommen“
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20:13 12.06.2017
Rösser im Vergleich: Gespannfahrer lenken ihre Pferde an den Miniaturzügen der Eisenbahn-Freunde Bad Oldesloe vorbei. Quelle: Fotos: Heike Hiltrop
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Bad Segeberg

Was haben Schauspieler Joshy Peters und Nachwuchsgitarrist Felix Stümke gemeinsam? Wie viel schauspielerisches Talent steckt eigentlich in Bad Segebergs Feuerwehrchef? Diesen und anderen Fragen ging LN-Lokalchef Holger Schwartz beim LN-Talk auf der Regioschau auf den Grund.

Auf der Rennkoppel präsentierten sich 141 Aussteller. Fazit von Veranstalter Ingo Micheel: zufriedenstellend.

Gut eine Stunde lang lauschte das Publikum den Gästen. Etwa dem 15-jährigen Felix aus Kaltenkirchen. Ein Gitarrist der etwas härteren Gangart und jemand, der als eines der begabtesten Nachwuchstalente auf der E-Gitarre im Land gehandelt wird. Einer, der eher beim Wacken-Festival als auf einem Ed-Sheeran-Konzert zu finden ist, wie er sagt. Aber auch jemand, der gern tanzt und der mit seiner Eigenkomposition „Welcome to the Madhouse“ bei „Jugend musiziert“ (Sparte Pop) auf Platz zwei im Land landete – natürlich gab er das Stück auch zum Besten.

Wie ein Rock-Konzert sei auch die Stimmung bei den Karl-May-Spielen, die nie langweilig werden, wie Joshy Peters ausführt. Die Saison in Bad Segeberg sei „wie nach Hause kommen“, sagt der studierte Musiker und Schlagzeuger, der erfolgreich für TV-Serien vor der Kamera steht und ein bekannter Synchronsprecher ist. In Bad Segeberg gibt er in seiner 25. Karl-May-Saison den „Old Wabble“: „Eine Mischung aus optisch einem Mitglied der Band ZZ Top und charakterlich dem amerikanischen Präsidenten: ein Zyniker, Rassist und Indianerhasser.“

Nichts von alledem, aber mit schauspielerischem Talent ausgestattet ist auch Mark Zielinski. Ihm steige zwar bei Gaffern im Einsatz (was er nahezu täglich erleben müsse) nicht die Zornesröte ins Gesicht, doch „sich am Leid anderer zu ergötzen“, das sei schon abstoßend und sehr ärgerlich, sagte Bad Segebergs Feuerwehrchef. Zumal die Arbeit der Einsatzkräfte dadurch behindert werde. Überraschend für so manchen dürfte sein, dass der Wehrführer gern einen Hund hätte. „Aber dazu fehlt schlicht die Zeit.“ Denn Feuerwehr, das sei für die Menschen in den 1400 Feuerwehren im Lande mehr als nur ein Ehrenamt.

Nichts übrig für Hunde hat dagegen Uhu „Fridolin“ (10) aus dem Wildpark Eekholt, der laut Falknerin Marenka Paustian in freier Wildbahn alles frisst, was kleiner ist als er – auch Katzen und Kaninchen. Kein Jahr hat er gebraucht, um auf sein stattliches Gewicht von 2,3 Kilogramm zu kommen. „Fridolin“ gehört zu den Stars auf der Freiflugwiese – und beim LN-Talk. hil

Regioschau: Viel Aktion für 8000 Besucher

Sie lief gut die sechste regionale Leistungsschau auf dem Landesturnierplatz. 141 Aussteller, die sich eine Menge Aktionen hatten einfallen lassen, prägten das Bild. Firmen warben für sich, Vereine punkteten mit Vorführungen. Das Fazit von Veranstalter Ingo Micheel fällt alles in allem aber durchwachsen aus.

Knapp 8000 Besucher zählte er an den beiden Tagen . „Zu wenige für diese Riesen-Veranstaltung und die vielen engagierten Aussteller.“ Aus seiner Sicht hätten es gern ein paar Tausend mehr sein können. Vor zwei Jahren im Levo-Park wurde zum Beispiel noch an der 10000er-Marke gekratzt. Und die wäre geknackt worden, wäre das Wetter seinerzeit besser gewesen. In diesem Jahr war das Wetter wiederum zu gut: „Am Sonntag war es einfach viel zu schön und viel zu heiß, um auf eine solche Veranstaltung zu gehen. Und am Sonnabend war überall einfach viel zu viel los: Familientag in Eekholt, Fest der Nationen in Wahlstedt, Segeberg singt, das hat Publikum gekostet“, fasst Micheel zusammen. Verständlich, dass mancher Aussteller unzufrieden gewesen sei.

Für ihn steht fest: „Wir müssen mit der Regioschau wieder ’raus aus dem Juni und ’rein in den Mai.“ Das war auch für die diesjährige Ausgabe vorgesehen, habe aber nicht geklappt. Die Stadt konnte die Rennkoppel zu dieser Zeit als Veranstaltungsgelände nicht zur Verfügung stellen.

Bei aller Kritik: Ein Flop ist die Regio-Schau keinesfalls gewesen. Hoch gelobt wurde sie von vielen Besuchern. Wie von Elfi Mendel aus Bad Segeberg: Für sie sei die Schau ein Heimspiel, das die Stärke der Region aufzeige.

Ingo Micheel bleibt jedenfalls am Ball: Kurzfristig hinzugekommene Aussteller hätten spannende Vorschläge gemacht, die man aufgreifen könnte. „Wenn die Aussteller wollen: Wir sind dabei und haben schon tolle Ideen für eine Regioschau 2019.“

Heike Hiltrop

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