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09:55 23.12.2015
Es musste alles schnell gehen: Mühsam wurde das neue Kabel in das Leerrohr geschoben. Mit „Spüli“ ging es einfacher.
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Stipsdorf

Kein Internet, kein Telefon: Tausende waren gestern im Ostkreis betroffen. Da habe „jemand anderes unsere Leitung duchgehackt“, teilte gestern Telekom-Sprecherin Stefanie Halle auf Anfrage mit. Die genaue Anzahl der betroffenen Anschlüsse liege ihr nicht vor, teilte sie mit. In vielen Haushalten hing gestern der Haussegen schief. Firmen konnten nicht arbeiten. Die Störungsstelle versprach, dass der Fehler noch im Laufe des Tages behoben sein werde. Doch das war etwas voreilig. Weite Teile des östlichen Kreises Segeberg waren gestern bis Redaktionschluss vom Telefon-Festnetz und Internet abgeschnitten.

Die Anfrage der LN bei der Telekom ergab, dass gestern früh „durch fremde Tiefbauarbeiten“ ein Hauptkabel der Telekom beschädigt worden sei. Wo genau, wurde nicht mitgeteilt. Pressesprecherin Stefanie Halle: „Unsere Techniker arbeiten bereits mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung, sie geben ihr Bestes, damit rechtzeitig zum Fest wieder alle dran sind.“

Die LN fanden gestern dann doch die Baustelle, wo es passiert war: Offensichtlich hatte eine Baufirma, die im Stipsdorfer Gebiet derzeit Glasfaserkabel verlegt, das Telekom-Kabel bei Erdarbeiten beschädigt. Wie das genau geschehen war, konnte ein Vorarbeiter nicht genau sagen. Er verwies auf ungenaue und nicht mehr aktuelle Pläne, die den Arbeitern vorlagen.

Um 18.30 Uhr wurde gestern am Wege nach Stipsdorf, an der vielbefahrenen Kreisstraße fieberhaft an der Behebung des Schadens gearbeitet. An die sechs Telekom-Fahrzeuge parkten dort. Im strömenden Regen versuchten die Techniker zusammen mit der Tiefbaufirma, bei notdürftiger Beleuchtung das schadhafte Kabel zu finden.

Irgendwo auf diesen etwa 50 Metern, auf Höhe der inzwischen abgerissenen Obdachlosenunterkunft „Villa Menke“ muss der Minibagger das Telefonkabel für den Ostkreis beschädigt haben. „Wir haben das ausgemessen, hier etwa muss es passiert sein“, sagt ein Techniker. Die Kabelenden sind im tiefen Matsch in zwei eilig gebuddelten Erdlöchern inzwischen freigelegt. Gemeinsam schieben die Arbeiter ein neues, fingerdickes Kabel in das Leerrohr. Mit Hilfe einer Seifenlösung wird die Gummiummantelung geschmeidiger gemacht. Sauwetter. „Ich würde jetzt auch lieber auf dem Sofa liegen“, meint einer.

Wie lange wird es dauern? „Vielleicht noch vier Stunden“, schätzt ein Techniker. Dann soll der Ostkreis von E-Mails nicht mehr abgeschnitten sein.

„Unsere Jungs geben Gas“, sagte die Telekomsprecherin zu Befürchtungen der Kunden, dass bis zu den Feiertagen die Störung nicht behoben sein werde. „Bei uns im Dorf funktionieren die Telefonleitungen nicht. Es sind auch viele Firmen betroffen.“ In der Beziehung sei es „zappenduster“, so Wensins Bürgermeister Jörg Buthmann. Auch die Gemeinden Gnissau und Pronstorf waren vom Totalausfall betroffen. Rohlstorfs Bürgermeister Dirk Johannsen hatte sich bei der Störungsstelle über den Ausfall informiert. Die Telekom geht davon aus, dass die Störung am heutigen Mittwoch behoben sei — „sofern keine Komplikationen auftreten“.

„Wenn keine weiteren Komplikationen auftreten, müsste die Störung heute behoben sein.“
Stefanie Halle (Telekom)

Wolfgang Glombik

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