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Segeberg Tennis-Nachwuchs auf den Spuren von Boris Becker
Lokales Segeberg Tennis-Nachwuchs auf den Spuren von Boris Becker
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21:27 26.08.2016
Kathrin Domanowski hat den 16-jährigen Afghanen Tawab Saifi bei sich aufgenommen. Auch er nahm an dem Tennis-Camp teil. Quelle: Fotos: Pd

Eine Spende über 50000 Euro hatte vor zwei Jahren die Kasse des Segeberger Tennisclubs (TC) gefüllt. Überwiesen hatte sie der in Virginia lebende Professor Klaus Hinkelmann, Bruder und Erbe der Segebergerin Lilli Studt, deren Konterfei inzwischen einen Tennisplatz ziert. Sie hatte in jungen Jahren beim TC Tennis gespielt und wurde gefördert, als ihrer Familie die finanziellen Mittel dafür nicht zur Verfügung gestanden haben. Dankbar über den unerwarteten Geldsegen hatte der Verein 20000 Euro in die Sanierung der Halle gesteckt, 10000 Euro wurden in das Außengelände an der Marienstraße investiert, weitere 20000 Euro flossen in den Förderverein, der sich der Jugendförderung verschrieben hat.

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Auch die Teilnehmer des Tennis-Camps nutzten die Hilfsmittel.

Hütchen, Bälle und eine Laufleiter hatte der Förderverein angeschafft, der damit und mit zusätzlichen Trainingsstunden der Mädchenmannschaft bereits zu einem Aufstieg von der zweiten in die erste Bezirksklasse verhelfen konnte. Nutzen konnten die Trainingshilfen in dieser Woche auch zehn Kinder und Jugendliche, die im Rahmen einer Ferienpass-Aktion auf den Spuren von Boris Becker und Steffi Graf wandelten.

Von jeweils zehn bis 15 Uhr hatten Trainer Kay Ritz und Co-Trainerin Kira Bachmann die Jungen und Mädchen unter ihre Fittiche genommen. Sie zeigten ihnen die unterschiedlichen Schlagtechniken und arbeiteten an der Kondition der Nachwuchs-Tennis-Cracks. „Das macht richtig Spaß“, freute sich Anna (9), die normalerweise in Leezen Tennis spielt und das zusätzliche Training für sich nutzte.

Unter den Teilnehmern war auch der 16-jährige Tawab Saifi, in dessen Heimatland Afghanistan Tennis eine eher unbekannte Sportart ist. Wie die jüngeren Tennis-Camp-Teilnehmer war auch er mit Eifer dabei und fand Gefallen an dem weißen Sport. Eine besonderes Auge hatte Kathrin Domanowski, 2. Vorsitzende des Fördervereins, auf den jungen Mann, den sie als unbegleiteten und minderjährigen Flüchtling bei sich aufgenommen hat: „Erst seit zwei Monaten lernt er intensiv Deutsch und hat schon Fortschritte gemacht. Das sowohl in sprachlicher als auch in sportlicher Hinsicht“.

LN

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