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Segeberg Tensfeld: Versöhnliche Worte für die Feuerwehr
Lokales Segeberg Tensfeld: Versöhnliche Worte für die Feuerwehr
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23:45 23.01.2016
Tensfelds Bürgermeisterin Beatrix Klüver heftete Dirk Saggau das Brandschutzehrenzeichen in Silber an. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Auch wenn sie inzwischen darüber ihre Scherze machen können, der Schmerz, im September für den 3. Stern der Leistungsbewertung „Roter Hahn“ nicht zugelassen worden zu sein, sitzt immer noch tief bei den Tensfelder Feuerwehrleuten und ihrem Wehrführer Michael Mischker. Die Auslegung, ob Atemschutzgeräteträger innerhalb von 365 Tagen oder aber innerhalb eines Kalenderjahres ihre Befähigung auffrischen müssen, hatte während der 125-Jahr-Feier für einem Eklat gesorgt (die LN berichteten). Auf der Jahresversammlung am Freitag hörten sie versöhnliche Worte von Kreiswehrführer Holger Gebauer. „Ihr habt eine intensive Ausbildung genossen, habt eine toll funktionierende Kameradschaft. Was ihr bei den Vorbereitungen gelernt habt, kann euch keiner nehmen. Ich bedaure sehr, dass es hier an der Bürokratie gescheitert ist“, sagte Gebauer, der seinerzeit noch am gleichen Tag Änderungen bei der Bewertung angeordnet hatte. „Ihr seid die Leidtragenden, andere profitieren“, so der Kreisfeuerwehrchef, der den Appell an die Feuerwehrleute richtete, den 3. Stern noch einmal anzugehen.

„Andere Kreisfeuerwehrverbände handhaben das anders. Mit mehr Fingerspitzengefühl hätte man auch eine andere Lösung finden können“, sagte Bürgermeisterin Beatrix Klüver. Michael Mischker nahm die Misere auf seine Kappe, betonte aber auch, wie stolz er auf seine 22 Feuerwehrleute, darunter eine Frau, ist. Sechs Ehrenmitglieder, zwei Nachwuchsfeuerwehrleute und 147 fördernde Mitglieder komplettieren die Wehr.

16 Einsätze hatte sie im vergangenen Jahr absolviert, darunter ein Großfeuer und sechs technische Hilfeleistungen. Enorm war die Anzahl der Übungs- und Dienstabende, die die Feuerwehr Tensfeld als Vorbereitung für die Leistungsbewertung angesetzt hatte. 42 Mal waren die Feuerwehrleute zusammengekommen, bis jeder Handgriff saß. „Das waren 100 Prozent mehr als im Vorjahr und 100 Prozent mehr als gefordert wird“, so Mischker, der auch den Besuch eines Hochseilgartens Revue passieren ließ. Den hatten die Feuerwehrleute zwei Wochen nach dem Stern-Desaster besucht. „Dort haben wir alle noch einmal Kameradschaft erfahren. Ich bin stolz und voller Hochachtung für meine Feuerwehr“, so Mischker.

Matthias Otto wurde während der Versammlung zum Gruppenführer gewählt und Dirk Saggau mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Alexander Mischker und Jan-Hendrik Koch wurden zudem zu Hauptfeuerwehrmännern befördert.

„Ich bedaure sehr, dass die Leistungsbewertung an der Bürokratie gescheitert ist.“
Holger Gebauer, Kreiswehrführer

Petra Dreu

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