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Segeberg Tesa wächst auf allen Märkten und setzt auf neue Technologie
Lokales Segeberg Tesa wächst auf allen Märkten und setzt auf neue Technologie
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21:17 22.03.2016
170 Millionen Euro hat das Unternehmen Tesa in seine neue Zentrale in Norderstedt investiert.

Was für einen dicken Fisch sich die Stadt Norderstedt mit der Ansiedlung von Tesa geangelt hat, wurde jetzt bei der Präsentation der Geschäftsbilanz für 2015 deutlich. Demnach hat der Klebemittelhersteller, der Ende 2015 mit seinen 800 Mitarbeitern in Verwaltung, Vertrieb, Marketing, Technologie, Forschung und Entwicklung von Hamburg-Eimsbüttel in seinen neuen Zentralstandort nach Norderstedt gezogen ist, seinen Umsatz nochmals um 5,9 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro steigern können.

Der Norderstedter Klebemittelhersteller hat im vergangenen Jahr insgesamt 1,14 Milliarden Euro umgesetzt und eine Umsatzrendite von fast 17 Prozent erreicht.

„Unser Wachstum ist stabil und hat sich in fast allen Regionen und Märkten positiv entwickelt.“Robert Gereke, Vorstandschef

Das betriebliche Ergebnis fiel mit 191,2 Millionen Euro um acht Millionen Euro besser als 2014 aus. Die Umsatzrendite des Klebemittelherstellers sei mit 16,8 Prozent auf dem hohen Niveau der beiden Vorjahre geblieben, führten die beiden Vorstände Robert Gereke und Jan Christoph Teetz gestern erstmals in der neuen Zentrale in Norderstedt aus.

„Unser Wachstum ist stabil und hat sich in fast allen Regionen und Märkten positiv entwickelt“, sagte der neue Vorstandschef Gereke. Nur die Währungsschwankungen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan, hätten sich zum Teil gravierend ausgewirkt, sagte Finanzvorstand Teetz. So habe der fallende Euro das US-Geschäft allein um elf Prozent positiv beeinflusst, während er das China-Geschäft sogar um 14 Prozent nach unten drückte.

Der Tesa-Konzern beschäftige weltweit zurzeit insgesamt 4109 Mitarbeiter. Das sind 28 mehr als Ende 2014, führte Vorstandschef Gereke weiter aus. 111 Millionen Euro (plus elf Millionen im Vergleich zu 2014) seien investiert worden. Mehr als die Hälfte davon allein in den 170 Millionen Euro teuren neuen Standort in Norderstedt, der in drei Jahren in der Nähe des Hamburger Flughafens errichtet worden ist.

Während Tesa im industriellen Markt mit 7,7 Prozent fünfmal so schnell wie der Gesamtmarkt gewachsen sei, musste das Norderstedter Unternehmen im Elektronikbereich (Smartphones, Tablets) einen Rückgang um 13,4 Prozent hinnehmen. Das lag daran, dass ein großer Handyhersteller ein anderes Klebemittelverfahren eines Mitbewerbers für ein neues Modell eingesetzt habe. Aber auch daran, dass der Markt mit diesen Geräten gesättigt erscheine. Etwa 35 verschiedene Klebestreifenanwendungen seien in jedem modernen Smartphone vorhanden, von der Glasverkleidung bis zur Wärmeableitung.

Weitere Wachstumsschübe für die Zukunft erhofft sich der Tesa- Vorstand von den neuen flexiblen Displays der Handys, die 2017 auf den Markt kommen sollen. Dafür bedarf es völlig neuer Klebekomponenten, die Tesa bereits mit Speziallösungen dafür entwickelt habe. Zudem versprächen die zunehmenden elektronischen Anwendungen in den Fahrzeugen mit Multi-Media-Systemen, Touch-Screens, Antennen oder Kameras ganz neue Anwendungsgebiete, wofür sich Tesa sehr gut aufgestellt sieht. Und auch die sich langsam entwickelnde Elektro-Mobilität werde dem Unternehmen einen weiteren Schub verleihen, kündigte Vorstandschef Gereke an. So sei gerade ein völlig neuartiges Klebeband entwickelt worden, dass die Autobatterie-Komponenten zusammenhalte und vor Überspannung schütze. Auch für die Kilometer langen Kabeltürme im Auto sei Tesa mit neuen, umweltfreundlich beschichteten Produkten gut gerüstet. Fast 40 Prozent seines Umsatzes mache Tesa in den Wachstumsmärkten.

Von Burkhard Fuchs

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