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Segeberg Tierquälerei: Noch ein Prozess geplatzt
Lokales Segeberg Tierquälerei: Noch ein Prozess geplatzt
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17:00 05.08.2015
Bad Segeberg

Vergangene Woche waren bereits zwei andere Tierschutz-Prozesse gegen zwei Landwirte aus dem Kreis Segeberg gescheitert. In beiden Fällen führten Unklarheiten in der Besetzung der Verteidigung zur Aussetzung der Verfahren. Wegen gravierender Missstände und Tierqualen hatte die Staatsanwaltschaft auf den Höfen jeweils über 100 Tiere beschlagnahmen und notverkaufen lassen.

In dem dritten Verfahren war dem Landwirt (62) - ebenfalls aus dem Kreis Segeberg - vorgehalten worden, in seinem Stall seien mindestens ein Kalb und zwei Rinder qualvoll verendet. Weitere Tiere mussten laut Anklage bei Kontrollen durch Amtstierärzte eingeschläfert werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, zwischen Ende 2011 und 2013 Tiere nicht artgerecht versorgt und nicht ausreichend gefüttert zu haben. Trotz erkennbarer Krankheiten und Schmerzen von mehreren Tieren soll er keinen Tierarzt gerufen haben.

Der Betrieb des Landwirts stand laut Anklage wegen zahlreicher Missstände immer wieder im Fokus des Veterinäramtes. Den Angaben zufolge mussten dort eine erkrankte bewegungsunfähige Kuh sowie zwei Schweine bei einer Kontrolle eingeschläfert werden, die rund 14 Tage nicht ärztlich versorgt worden waren.

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