Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Tim Fischer und seine geliebten Lieder
Lokales Segeberg Tim Fischer und seine geliebten Lieder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:26 28.10.2013
Rainer Bielfeldt begleitete Tim Fischer (l.) nicht nur am Flügel, aus seiner Feder stammt auch eine Vielzahl von Liedern des Programms. Quelle: Fotos: Hiltrop

Seinen 30. Geburtstag hat der Chansonnier Tim Fischer schon im Kleinen Theater gefeiert. Jetzt ist er 40 und feiert sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Quer durchs Land ist der Künstler mit seinem jüngsten Programm „Geliebte Lieder“ unterwegs. Vor zwei Wochen in Wiesbaden, am 9. November in Wien, am vergangenen Wochenende in Wahlstedt. Ein Muss.

Seine Fans aus dem Segebergischen und darüber hinaus lieben „ihren Tim“, sind ihm seit über 15 Auftritten treu, bejubeln und beklatschen ihn. Und der Wahlberliner weiß genau, was sie von ihm erwarten: Georg Kreisler, Zarah Leander, Jacques Brel (übersetzt von Rainer Kirsch), das „R“, dass niemand so kraftvoll durch den Saal rollt wie er, der bei den leisen Stücken so zerbrechlich wirkt.

Der Mann, der im fließenden Abendkleid so gut aussieht, dass Frau fast neidisch werden könnte.

Doch dieses Mal überzeichnet er mit seiner Stimme kaum, spart sich die heißen Fummel und die Highheels, hat beides gegen Anzug, Weste und Stiefeletten getauscht. Alles dreht sich um die Texte und die Musik. Egal ob laut und schrill oder leise und wehmütig. Aus dem Chanson-Clown ist ein Seiltänzer geworden. Einer, der ohne Netz und doppelten Boden auf dem schmalen Grad zwischen Komik und Tragik, zwischen schwermütigem Liebesschwulst und derber Burleske balanciert und dabei sein spitzbübisches Grinsen nicht verlernt hat. Klar gibt er die „Rinnsteinprinzessin“ aus der Feder seines früheren Geliebten Rainer Bielfeldt, der ihn am Flügel zusammen mit Thomas Keller (Saxophon, Akkordeon) begleitet. Klar gehört „Komm, großer schwarzer Vogel" von Ludwig Hirsch nach wie vor zu ihm. Aber auch Kästners „Sachliche Romanze“ (Musik: Udo Lindenberg) oder und immer wieder Kompositionen von Bielfeldt wie bei „Memento“ nach dem Text von Mascha Kaléko. Tim Fischer tanzt mit seinem Mann Rolando über die Bühne und scherzt später, als er auf den Verkauf seiner CD im Theaterfoyer hinweist: „Mein Ehemaliger schreibt mir die Lieder und mein aktueller Mann muss sie verkaufen.“

Und er gibt, zusammen mit Rainer Bielfedt und Thomas Keller, die letzte Zugabe, es mag die vierte gewesen sein, im Bademantel wie große Künstler auf noch größeren Bühnen vor ihm. Das Publikum feiert Tim Fischer, den es schon so oft, doch immer wieder neu erlebt hat.

Heike Hiltrop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es wurde schnell eng im Flur der Kita Igelwiese in Trappenkamp. Zur offiziellen Eröffnung — der Betrieb in den neuen Räumen war schon im Juni gestartet — kamen Eltern, ...

28.10.2013

2. Interkulturelle Woche des Kreises hieß Asylbewerber willkommen. Gelungenes Fest in Schackendorf.

28.10.2013

Mit einem Fußballturnier in der Sporthalle des Städtischen Gymnasiums ging die Interkulturelle Woche des Kreises Segeberg in Bad Segeberg zu Ende.

28.10.2013
Anzeige