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Segeberg Tödlicher Lkw-Unfall auf der A7
Lokales Segeberg Tödlicher Lkw-Unfall auf der A7
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17:13 01.07.2016
Der Tanklaster blieb nach dem schweren Unfall auf der Seite liegen. Der Fahrer verstarb am Vormittag im Krankenhaus. Am Freitag wurde der Lkw geborgen Quelle: Thomas und Maria Nyfeler
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Brokenlande

Gegen 3 Uhr fuhr der Lkw auf dem Rastplatz an der Tankstelle vorbei, dann über eine Verkehrsinsel, durch einen Zaun und durch den Grünstreifen auf die Autobahn, wo er - nachdem er die Mittelleitplanke stark verbogen hatte - auf der Seite liegen blieb. "Möglicherweise ist ein internistischer Notfall die Ursache für den Unfall", so ein Sprecher der Polizei Neumünster. Die eintreffenden Kräfte der Berufsfeuerwehr Neumünster und der Freiwilligen Feuerwehren Großenaspe sowie Bad Bramstedt hatten Schwierigkeiten, den Fahrer aus dem Lkw zu befreien. Das Führerhaus war stark deformiert und musste unter Einsatz der hydraulische Schere und Spreitzer geöffnet werden.

Nach ungefähr 60 Minuten war der 59-jährige Mann aus Brandenburg befreit. Sein Zustand verschlechtere sich allerdings dramatisch, sodass die Rettungskräfte ihn noch im Lastwagen etwa 45 Minuten reanimieren mussten. Er wurde dann unter der Reanimation ins Krankenhaus nach Neumünster gefahren. Die Polizei bestätigte am Vormittag gegenüber den LN, dass der Trucker den Unfall dennoch nicht überlebt hat.

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Der Tanklaster kippte auf Höhe der Raststätte Brokenlande auf die Seite, der Fahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Er musste eine Dreiviertelstunde reanimiert werden. Die A7 ist derzeit zwischen Großenaspe und Neumünster Süd in beide Richtungen voll gesperrt.

Insgesamt waren etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, zusätzlich die Polizei und Rettungsdienst mit Notarzt. Zur Bergung des Lastwagens wurde ein spezieller Kran angefordert. Die Autobahn ist in beide Richtungen voll gesperrt. In Richtung Norden fließt der Verkehr über den Rasthof Brokenlande, in Richtung Süden werden die Fahrzeuge bereits ab Neumünster Süd über die Landstraße umgeleitet. Die Autobahn wird noch gesperrt bleiben, bis der Lkw geborgen, die Fahrbahn gesäubert und die Mittelleitplanke wieder angebracht ist. Der Schaden wird auf 400 000 Euro geschätzt.

Nach Polizeiangaben muss die Ladung auf ein Ersatzfahrzeug umgepumpt werden. Die Sperrung wird voraussichtlich noch bis in die Nachmittagsstunden andauern. Umleitungen seien nach dem Unfall zwar eingerichtet worden, bei einer Hauptverkehrsader wie der A7 müsse aber auf jeden Fall mit Staus gerechnet werden. "Es wird richtig voll", sagte der Polizeisprecher. Momentan betrage der Stau in beide Richtungen jeweils zehn Kilometer.

mny

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