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Segeberg Tödt lässt Schwimmhallen-Neubau prüfen
Lokales Segeberg Tödt lässt Schwimmhallen-Neubau prüfen
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21:49 28.09.2016
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Bad Segeberg

Das Hallenbad – ein heikles Thema, das die Stadtvertreter am Dienstag offensichtlich nur ungern diskutieren mochten. An der Verwaltung lag es nicht, diese hatte einen Bericht vorgelegt. Wie berichtet, stehen enorme Sanierungskosten von über einer Million Euro an, gleichzeitig weiß die Stadt nicht, ob sie finanziell überhaupt noch in der Lage sein wird, das Bad weiterhin zu betreiben. Die 850 000 Euro Unterhalt jährlich, Tendenz steigend, kann sie nicht mehr tragen. Wände müssen saniert werden – das mache die Zeit der Entscheidungsfindung sehr knapp, hatte Bauamtsleiterin Antje Langethal vor Wochen gemahnt. 370 000 Euro würden 2017 für die erste Sanierung benötigt.

Dazu gab es in der Stadtvertretung kein Wort von der Politik. Immerhin kündigte Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (BBS) im Oktober eine Begehung der Halle an, um sich über die Problematik zu informieren. Bürgervorsteherin Ingrid Altner hob die Bedeutung des Schwimmunterrichts hervor. Sie sah anstrengende Wochen auf die Stadt zukommen.

Tödt will jetzt von der Verwaltung prüfen lassen, wie teuer eine neue Schulschwimmhalle werden würde. „Das soll kein Wellness-Tempel oder Spaßbad werden“, sagte er den LN. Ihn interessierten vor allem mögliche Zuschüsse. Kiel bekomme gerade eine Schwimmhalle an der Hörn. Kosten rund 25 Millionen Euro inklusive Planungskosten, Geländevorbereitung und Außenanlagen. Für den Bau sollen rund 10,6 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel bewilligt worden sein.

Heruntergebrochen auf eine Kreisstadt Bad Segeberg tue sich für ihn die Frage auf, ob es überhaupt Sinn mache, eine Million Euro in ein 50 Jahre altes, marodes Bad zu stecken, oder zu prüfen, ob es Zuschüsse für eine neue Halle mit neuem Konzept gebe. Neue Technik, weniger Personal, das könnte laufende Kosten senken. Tödt schlägt vor, den Neubau einer Schwimmhalle nahe an der Turnhalle des Schulzentrums zu prüfen. Das jetzige zentrumsnahe Grundstück der Halle könnte dann für andere Zwecke genutzt werden.

 wgl

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