Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Sport im Dreck: Tough Mudder für Hunde
Lokales Segeberg Sport im Dreck: Tough Mudder für Hunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 15.04.2019
Sport, Spaß und schlammiges Vergnügen beim Tough Race. Quelle: Dogument/Heiko Junge
Trappenkamp

Willkommen im Dreck: Der erste Hunde-Schlammlauf im Norden kommt nach Trappenkamp. Es ist nicht nur Teamsport, nicht nur eine besonders schmutzige Herausforderung für trainierte Sportler – die Teilnehmer haben auch noch ihren Vierbeiner an der Leine.

Mit dem „Tough Race“ feiert der Veranstalter Dogument aus Bad Oldesloe Premiere im Norden. „Wir waren schon überall in Deutschland, nur in unserer Heimat nicht. Das wollten wir ändern“, sagt die Erfinderin der Hunde-Schlammläufe, Nadin Matthews.

Ist ja klar: Ab den Mittelgebirgen warten natürliche Hindernisse an jeder Ecke. Steile Hänge, Gruben oder steinige Hügel machen die Strecken dort interessant. Doch jetzt wurde man für den Modder-Spaß auch in Norddeutschland fündig. Termin ist am 27. und 28. April.

Bei dem multidisziplinären Hindernislauf werden Elemente aus verschiedenen Hundesportarten kombiniert: Erziehung, Teamwork, Kondition, Koordination. Plus Dreck und Spaß, versteht sich.

Erster Schlamm-Lauf mit Tier im Norden

Der Lauf startet im Erlebniswald Trappenkamp und führt in den angrenzenden Wald. Es gibt drei Strecken: über fünf, zehn und 20 Kilometer. Es geht unter Hindernissen hindurch, über Balken oder durchs Wasser. Auf jedem Kilometer wartet ein Hindernis.

Jeder mit etwas Fitness kann mitmachen

Über 500 Anmeldungen gibt es für das Event in Trappenkamp bereits. „Es wird schon dreckig. Es geht diesmal aber um einen vernünftigen Hindernis-Lauf, keinen reinen Schlamm-Lauf“, erklärt Nadin Matthews. Alles wird ein bisschen leichter als bei ihrem etablierten „Tough Hunter“-Lauf. Der ist extrem dreckig mit großen Hindernissen.

Mitmachen kann jeder, der – ebenso wie sein Hund – über eine gute Fitness verfügt. Es geht zwar auf Zeit, damit verglichen werden kann. „Die meisten laufen aber nicht durchgängig, sondern gehen auch. Aber das klaut natürlich wieder Zeit“, sagt Matthews. „Das Gewinnen steht nicht im Vordergrund. Eher der Spaß im Team und die Arbeit mit dem Hund.“ Und Letzteren sollte Herrchen vorher unbedingt trainiert haben.

Weiterer Lauf im Norden wahrscheinlich

2016 gab es von Dogument aus Bad Oldesloe die ersten Groß-Veranstaltungen in dem Bereich, inzwischen gibt es auch andere Anbieter. Zum Beispiel den Puppy Mudder-Lauf von den Machern von Tough Mudder.

Weitere Hunde-Schlammläufe von Dogument sind geplant im September 2019 im Fichtelgebirge (Tough Hunter), in Essen im Oktober 2019 (Tough Race) und in Wiesbaden für 2020 (Tough Race). Noch eins drauf gesetzt wird beim Lauf namens Tough Hundred. Das ist ein Etappenlauf über 100 Kilometer in vier Tagen – alles passiert unter freiem Himmel. Einen Ort für das Event im Mai 2020 gibt es zwar noch nicht. Die Streckensuche bezieht sich allerdings auch auf Norddeutschland – ein weiterer Lauf im Norden ist nicht ganz unwahrscheinlich.

Alle Infos gibt es auf www.tough-hunter.de

Denn beim Canicross laufen die Tiere an flexibler Leine. Befestigt ist der Laufgürtel am Bauch des Menschen. „Es geht nicht nur darum, den Hund an der Leine zu ziehen, sondern kooperativ zu agieren. Der Hund bringt eine Menge Zugkraft mit. Das muss kontrollierbar sein. Ein guter Hund bringt es auf bis zu 20 Stundenkilometer“, sagt die Veranstalterin.

Hunde brauchen eine Aufgabe

„Die Lauftechnik muss passen. Das Tier sollte links und rechts laufen können.“ Noch relevanter sei die Geschwindigkeit: „Wichtig ist, dass der Hund anhält und langsam macht. Das ist viel wichtiger, als schnell zu sein.“

Neben den Sportlern sind auch gute Hundefotografen beim Event unterwegs. Quelle: Dogument/Stefan Grube

Schon gut in Form ist Katy Witthöft aus Bad Oldesloe. Die Unternehmerin geht mit einem Dreier-Team an den Start. Sonst ist Laufen gar nicht ihre Sache. Sie hat sich aber anstecken lassen. „Es ist unglaublich: Die Sportart kennt kaum jemand, aber so viele Leute machen das!“, sagt sie. „Das wird eine super Nummer.“ Für die Hunde sei das eine gute Abwechslung. „Sie brauchen eine Aufgabe“, weiß Katy Witthöft, die ganz begeistert von der Organisation des Laufs ist. „Das sind echte Profis da.“

„Wenn 600 Hunde durch den Wald rennen, müssen die Gastgeber schon Nerven haben“

Sie übt fleißig für die Distanz über fünf Kilometer. Schon ganz am Anfang war sie gespannt darauf, was passiert, wenn alle im Team Blut geleckt haben. Jetzt ist die Zeit fast reif: „Wir sind heiß auf den Lauf. Es wird der Lauf meines Lebens.“

Auch ohne Erfahrung auf dem Gelände möchte Nadin Matthews das Rennen auf jeden Fall wiederholen. „Der Bedarf und die Lust ist da“, sagt sie. Der Erlebniswald Trappenkamp sei ein dankbarer Partner. „Wenn 600 Hunde durch den Wald rennen, müssen die Gastgeber schon Nerven haben und Liebe zu Hunden entwickeln. Die müssen schon Lust auf uns haben“, schmunzelt sie – und beruhigt die Partner: „Das klingt brachial, ist aber ganz entspannt. Erzählen können wir immer viel. Die Veranstalter vor Ort sind dann oft überrascht vom Ablauf. Denn das sind alles tolle Hundehalter, denen Erziehung wichtig ist. Sie haben ein Gefühl für die Umwelt und die Öffentlichkeit. Und sie kennen sich im Wald gut aus“, sagt sie.

Hundetrainerin, Drehbuchautorin, Therapeutin und Filmemacherin Nadin Matthews vom Trainingscenter Dogument in Seefeld. Quelle: Dorothea von Dahlen

Irene Burow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis ins Halbfinale hatte sie es geschafft, über 30 Kilogramm abgenommen – aber am Sonntag war die Show für sie beendet: Annika aus Fahrenkrug hätte noch mehr Gewicht verlieren müssen, um in der Sat1-Show „The Biggest Loser“ mitmachen zu dürfen.

14.04.2019

1976 kaufte der Seedorfer Jürgen Kaldewey einen Ford Mustang in Berlin. 41 Jahren stand das Kultauto mit einer pikanten Vergangenheit in der Garage und sprang dennoch an.

14.04.2019

Er ist tief in der Region verwurzelt. Zehntausende Hennen leben hier in Bio-, Freiland- und Bodenhaltung.

14.04.2019