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Segeberg Transporter mit 500 Schweinen kracht auf der A 7 ins Stauende
Lokales Segeberg Transporter mit 500 Schweinen kracht auf der A 7 ins Stauende
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19:55 13.11.2013
Mehrere Schweine wliefen nach dem Unfall frei herum und mussten von den Helfern zusammengetrieben werden. Quelle: J. Krüger
Bad Bramstedt

Ein mit rund 500 Schweinen beladener Viehtransporter ist gestern Vormittag auf der Autobahn 7 in ein Stauende gekracht. Mehrere Schweine wurden getötet, andere liefen auf der Fahrbahn herum und mussten notgeschlachtet werden. Gegen 18 Uhr ereignete sich ein zweiter Unfall, nahe der Anschlussstelle Großenaspe fuhren vier weitere Autos auf. Dabei sei eine Person verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die A7 war bis in den späten Abend gesperrt.

Es war etwa 11.15 Uhr, als der Fahrer des Schweinetransporters auf der A 7 zwischen den Anschlussstellen Bad Bramstedt und Kaltenkirchen auf ein Stauende auffuhr. Der Grund für den Unfall sei  vermutlich die tiefstehende Sonne gewesen, teilte Polizeisprecher Sönke Hinrichs mit. Die Hauptwucht des Aufpralls traf einen weiteren Lkw, beladen mit 1500 Hühnern, hier kamen ebenfalls Tiere zu Schaden. Der Schweinelaster aus Niedersachsen wurde in den Graben geschleudert, die Zugmaschine kippte auf die Seite. Der 53-jährige Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt nur leichte Verletzungen.

Der Anhänger kippte um etwa 30 Grad und riss auf. Die Feuerwehr half dabei, die entlaufenen Schweine wieder einzufangen und trieb sie in ein provisorisch aus Leitern gebautes Gatter zusammen. Wegen der freilaufenden Tiere musste die Autobahn auch Richtung Norden knapp zwei Stunden lang gesperrt werden. In Südrichtung hielt die Sperrung bis in die Abendstunden an.

Durch den Aufprall auf den zweiten Lkw wurden vier weitere Pkw zusammengeschoben, ein zweiter Fahrer wurde leicht verletzt. „Die Zugmaschine war nicht mehr fahrbereit“, sagte Bad Bramstedts Wehrführer Kai Harms. Die Hühner mussten ebenso wie die Schweine umgeladen werden. „Wir sind immer noch dabei“, sagte Harms am frühen Abend. Ein Tierarzt untersuchte die Schweine am Unfallort. „Einige haben versucht, sich aus dem Lastwagen zu befreien“, schilderte Harms. „Dabei haben sie sich schwer verletzt und mussten notgeschlachtet werden.“ Wie viele Tiere bei dem Unfall getötet wurden, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner sagen. Erst als alle Schweine verladen waren, wurde der umgekippte Viehtransporter wieder aufgerichtet.

Die Sperrung beeinflusste den Verkehr erheblich. Obwohl er über Bad Bramstedt umgeleitet wurde, stauten sich die Fahrzeuge auf der A 7 zeitweise bis auf neun Kilometer.
Der entstandene Schaden wird auf 250 000 Euro geschätzt.

nam

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