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Segeberg Trappenkamp dankt seinen vielen Flüchtlingshelfern
Lokales Segeberg Trappenkamp dankt seinen vielen Flüchtlingshelfern
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20:22 10.09.2016
Die Trappenkamper, die sich für die Integration der Flüchtlinge einsetzen, waren zu einer kleinen Feierstunde ins Bürgerhaus gekommen. Quelle: Fotos: Dreu

Zweieinhalb Jahre ist es her, als die ersten Flüchtlinge nach Trappenkamp kamen und sich in der Gemeinde ein Rad der Hilfsbereitschaft zu drehen begann. Nicht nur Bürger engagieren sich seitdem für die Flüchtlinge, sondern auch die Gemeinde, die Sprachunterricht für diejenigen finanzierte, die keinen Anspruch darauf hatten. Gestern wurden 31 Helfer geehrt.

„Schleswig-Holstein hilft“ steht auf der Anstecknadel, die das Land extra für die Flüchtlingshelfer aufgelegt hat.

Ihnen überreichte Bürgermeister Harald Krille Anstecknadeln, die das Land extra für die Flüchtlingshelfer aufgelegt hat.

„Wir können stolz darauf sein, was wir in der Flüchtlingsarbeit geleistet haben“, so Krille. Er glaubt, dass Bundeskanzlerin Merkel, die den Satz „Wir schaffen das“ geprägt hat, Recht behalten wird.

„Ja, wir schaffen das. Das glaube ich auch. Aber es geht nur mit Hilfe des Ehrenamtes“, schränkte Harald Krille ein. Vor allem müsse es gelingen, die Flüchtlinge in die Mitte zu holen und nicht am Rand stehen zu lassen. „Es ist wichtig, dass die Menschen herzlich aufgenommen werden und dass sie das Gefühl haben, wir sagen es nicht nur, sondern meinen es auch so.“

Dass die Welle der Hilfsbereitschaft gerade in Trappenkamp so schnell anlief und zudem von genug Menschen unterstützt wird, hat einen Grund, den besonders die älteren Trappenkamper nicht vergessen haben: Auch sie waren Opfer von Flucht und Vertreibung. Auch sie standen nach dem Zweiten Weltkrieg vor den Toren Trappenkamps. Auch sie hatten nur ihre nötigsten Habseligkeiten dabei und waren froh, dass ihnen jemand geholfen hat, wieder Fuß zu fassen und eigenes Geld zu verdienen.

Zumindest ein Flüchtling aus dem Iran hat das ebenfalls geschafft, wie aus den Reihen der Geehrten zu hören war. Er soll nach einem Praktikum von einer Trappenkamper Firma als Schweißer eingestellt worden sein. Ein weiterer Flüchtling arbeite zumindest als Aushilfe in einem Kaufhaus. Ohne die Flüchtlinge würde es schon bald nicht nur in Trappenkamp düster aussehen, glaubt Hayo Benn, der wie der Bürgermeister darauf hofft, alle Flüchtlinge in die Mitte der Gemeinschaft aufnehmen zu können.

Ursula Petersen, Annemarie Hogrebe, Dr. Eva Klinge und Tim Kröger, die regelmäßig die deutsche Sprache mit den Flüchtlingen, insbesondere mit den Frauen, büffeln, brauchen noch Verstärkung für die parallel stattfindende Kinderbetreuung. Wer sich eine solche Hilfe vorstellen kann, wird gebeten, sich in der Verwaltung oder bei Harald Krille zu melden.

Die Geehrten

Mit einer Anstecknadel für ihren Einsatz belohnt wurden: Claudine Arriens (Anhängerverleih), Hayo Benn (Spendenorganisation), Dirk Bösebeck (Arbeitsvermittlung), Barbara Bull (Sprachunterricht), Heidi Dahmke, Waltraud Detlof (beide Spendenkammer), Raphael Gotschol (Juristisches), Dierk Hamann (Sprachunterricht), Nadine Heesch, Evelyn Henschel (beide Hermines Boutique), Dajana Hoffmann (Mädchen für alles), Annemarie Hogrebe (Sprachunterricht), Ursula Jannsen (Spendenkammer), Dr. Eva Klinge (Sprachunterricht), Gabriele Knöchel (Hermines Boutique), Tim Kröger (Sprachunterricht), Manfred Künkel (Koordinator Boutique), Susanne Maiwald (Hermines Boutique), Jürgen Mayer (Einbindung Kultur), Daniela Neumann, Lucia Olivero (beide Hermines Boutique), Dr.

Christiane Palmen (Verschiedenes), Dr, Josef Palmen (Gesundheitsfragen), Ursula Petersen (verschiedene Hilfen), Heiko Schlottke (Sprachunterricht), Edeltraud Söhnel (Einbindung Sport), Professor Rüdiger Soltwedel (Organisation), Heidrun von Reichenbach (Sprachunterricht), Hans-Henning von Reichenbach (Hilfen im Bereich Sport), Dieter Wendt (Transporte) und Dörte Ziege (Hermines Boutique).

pd

Petra Dreu

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