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Segeberg Über der Wohnanlage am Gasberg weht der Richtkranz
Lokales Segeberg Über der Wohnanlage am Gasberg weht der Richtkranz
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22:27 01.11.2013
Über 35 Meter hohe Kräne sind wegen der großen Ausdehnung der Baustelle nötig. *Foto: Kronlage
Bad Segeberg

Es sei gerade zu ein Wunder, dass nun — exakt ein Jahr nach der Grundsteinlegung — der Richtkranz über der Wohnanlage am Gasberg wehe. Das erklärte gestern beim Richtfest Michael Hintz, Geschäftsführer der GPE Gasberg Projektentwicklungsgesellschaft.

In der Anfangsphase des Projekts hatten Anlieger Schwierigkeiten bereitet, danach hatte der harte Winter für unliebsame Baupausen gesorgt. Doch das ist nun dem Großprojekt mit 61 Wohnungen nicht mehr anzumerken: Noch vor dem Wintereinbruch sollen die Fenster rein, hoffen die Baufirmen. Mit Blick auf die neue Seepromenade werde die Wohnanlage das Revier um den Großen See schmücken, erklärte Hintz.

Und wirklich: Schon jetzt, wo zwar noch das rote Ziegeldach fehlt, sich aber schon deutlich die terrassenförmige Gestaltung abzeichnet, ist zu erkennen, dass sich die Wohnanlage längst nicht so wuchtig ausnehmen wird wie zunächst vor allem von Gasberg-Anliegern befürchtet.

So war denn auch Bürgervorsteherin Ingrid Altner gestern beim Richtfest voll des Lobes für den Architekten, Professor Bernhard Winking: „Mit diesem Entwurf haben Sie Kunst geschaffen.“ Der Gestalter habe den Komplex ideal der Typographie des Geländes angepasst und so die besten Voraussetzungen für eine organische Wohnstruktur geschaffen — eine Anlage, auf die man in der Stadt stolz sein könne.

Die Bürgervorsteherin erinnerte an den inzwischen verstorbenen Investor Dieter Schwarz, der sich bei der Grundsteinlegung vor einem Jahr bescheiden im Hintergrund gehalten habe und doch voller Vorfreude auf die Realisierung des Projekts gewesen sei.

Der renommierte Architekt Bernhard Winking (78), Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, hat unter anderem die von Grund auf modernisierten „Wimmelhäuser“ am Zeughausmarkt in Hamburg geschaffen, den Channel-Tower in Harburg und auch den Anbau der Davidwache in Hamburg. Bauten seines Büros gibt es weltweit von Berlin bis München, von Dresden bis China.

Mit Quadratmeterpreisen zwischen 10, 20 und 11,40 Euro gehören die Wohnungen am Gasberg nicht zu den preiswertesten in Bad Segeberg, vor allem die vier großen Penthouse-Wohnungen auf dem Dach nicht, dafür bieten sie aber einen Blick über den Großen See hinüber bis nach Klein Rönnau. Nicht allein ältere Menschen, so Geschäftsführer Hintz, würden sich für das Wohnen am Gasberg interessieren. Unter den 80 Prozent der bereits vergebenen Wohnungen finde man durchaus jüngere Mieter um die 40 Jahre.

Lothar Hermann Kullack

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