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Segeberg Überraschung am zweiten Weihnachtstag
Lokales Segeberg Überraschung am zweiten Weihnachtstag
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22:20 28.12.2015
Bürgermeister Dietrich Herms (links) ist für so manchen Spaß zu haben: Ulrich Peter und Johanna Lange traute er am 2. Weihnachtstag.

Eine Überraschungshochzeit hatten Johanna Resech (32) und Ulrich Peter Lange (35) für ihre Gäste geplant. Und nur wenige waren in die Planung eingeweiht. Wie Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms, der dabei sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellte. Er war am zweiten Weihnachtstag nämlich nicht nur Eheschließungs-Standesbeamter, sondern führte die Besucher zunächst mit einem Vortrag über die Geschichte und Sanierung der Wassermühle in die Irre. Dass die rund 30 Gäste nur wenig später der Hochzeit von Johanna Resech und Ulrich Peter Lange aus Fahrenkrug beiwohnen würden, ahnten sie zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Beruflich und privat hat Ulrich Peter Lange schon viel von der Welt gesehen. Er ist ein Mensch, der praktisch denkt, nicht viel Tamtam macht und wenn es geht, zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt.

Dass sich die Familie seiner Freundin Johanna Resech immer am zweiten Weihnachtstag trifft und in diesem Jahr ausgerechnet Fahrenkrug das Ziel des Treffens war, kam Ulrich Peter Lange gerade recht.

„Ich wollte keinen großen Aufwand, niemand sollte weit anreisen müssen und sich um Kleidung oder Geschenke Gedanken machen. Deshalb war der zweite Weihnachtsfeiertag für eine Hochzeit ideal“, so der Bräutigam.

Er weihte seine künftige Schwiegermutter und natürlich seine Braut in die Pläne ein und suchte nach einem passenden Rahmen für die Hochzeit. Fündig wurde er in Klein Rönnau, wo er in Bürgermeister Dietrich Herms einen Unterstützer für die außergewöhnliche Idee fand. „Trauungen machen immer Spaß, auch zu Weihnachten. Wenn es zeitlich passt, bin ich auch an Feiertagen dafür zu haben“, sagte Herms in seiner Funktion als Eheschließungs-Standesbeamter und verriet, dass er mit der Brautmutter Birgit Resech einst die Schulbank gedrückt habe.

Ein „Verdauungsspaziergang“ rund um die alte Wassermühle hatte die Teilnehmer des Familientreffens nach Klein Rönnau gelotst. Auch Freunde des Paares, das sich seit viereinhalb Jahren kennt, waren eingeladen, um nach einem Spaziergang mit Mühlenbesichtigung das Weihnachtsfest bei Glühwein am Lagerfeuer Revue passieren zu lassen. Dietrich Herms erzählte von der Mühlengeschichte und bat dann ins „Maschinenhaus“, das heutige Trauzimmer.

Doch selbst beim Anblick von Blumen und den ordentlichen Stuhlreihen ahnten die meisten Gäste noch nichts. Erst als der Bürgermeister von Trauungen erzählte und Johanna Resech und Ulrich Peter Lange nach vorne bat, um ein solches Ritual zu demonstrieren, dämmerte es auch den letzten Gästen.

„Ich habe nichts geahnt. Erst als beide nach vorne gebeten wurden, war mir klar, warum“, sagte Tine Troks nach der Trauung. Auch Per Klückmann, Cousin der Braut, der für das Treffen aus Bonn angereist war, lachte nach der Zeremonie darüber, so lange hinters Licht geführt worden zu sein: „Erst als wir in das Trauzimmer geführt worden sind, war mir klar, was kommt“, gab Klückmann zu.

Die Überraschungshochzeit wurde für Johanna und Ulrich Peter Lange zu einem schönen Fest. „Über die sozialen Medien hatte sich das ja schnell herumgesprochen. Abends kamen dann noch ein paar Freunde vorbei“, erzählte Ulrich Lange am darauffolgenden Tag. Bei dieser einen Feier soll es allerdings nicht bleiben. Zu Ostern beziehen die Eheleute ein neues Haus in Fahrenkrug, und im Sommer soll dann eine richtige Party folgen. Auch sie soll etwas ganz Besonderes werden. Ulrich Peter Lange: „Genau wissen wir es noch nicht, aber wir wollen auf jeden Fall eine Mottoparty feiern.“

„Trauungen machen immer Spaß — auch zu Weihnachten. Wenn es zeitlich passt, bin ich dabei.“
Dietrich Herms, Bürgermeister

Petra Dreu

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