Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Übung im Levo-Park: Feuerwehr-Show für Flüchtlinge
Lokales Segeberg Übung im Levo-Park: Feuerwehr-Show für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:31 25.08.2016
Um das „gerettete“ Opfer Sönke Lorenzen kümmerten sich die Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Viele Flüchtlinge, die auf dem Gelände wohnen, schauten der Übung interessiert zu. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Für die rund 100 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Levo-Park war es großes Kino, für die Mitarbeiter von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Sicherheitsdienst und DRK-Betreuung war es eine Übung, die zeigen sollte, ob die Alarmierung und die Versorgung mit Löschwasser im Ernstfall ausreichend sind.

Zur Galerie
Für die rund 100 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Levo-Park war es großes Kino, für die Mitarbeiter von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Sicherheitsdienst ...

Es wirkte alles echt: Mit einer Nebelmaschine hatte Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski das gesamte Verwaltungsgebäude vom Keller bis zum Dach in dichten Rauch gehüllt. Mit einer weißen Tischdecke wedelte Sönke Lorenzen, der eigentlich Polizist ist, aus dem Fenster im zweiten Obergeschoss und machte lautstark auf sich aufmerksam. „Mister Molli, please help me“, rief er. Der DRK-Einrichtungsleiter Andreas Moll kam zwar sofort angerannt, konnte aber auch nichts anderes tun, als den „Verletzten“ zu beruhigen. Für Lorenzen waren es lange Minuten, dabei brauchten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Segeberg gerade einmal drei Minuten, bis sie im Levo-Park eintrafen. Kurze Zeit später waren auch ihre Kollegen aus Fahrenkrug, Schackendorf und Wittenborn vor Ort, um Sönke Lorenzen zu retten und auszuprobieren, ob die Versorgung mit Löschwasser ausreichend ist.

„Die Alarmierung hat geklappt. Die Löschwasserversorgung müssen wir uns genauer ansehen“, sagte Einsatzleiter Axel Pottkamp. Umringt wurden er und die anderen Einsatzkräfte von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. „Die Flüchtlinge finden es toll, dass die Feuerwehr hier für ihre Sicherheit übt. Viele hätten am liebsten selber geholfen“, sagt Moll. Beteiligt waren an der Übung 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr, drei Polizisten und ein sechs-köpfiges Team des Rettungsdienstes mit Notarzt und Organisationsleiter Marko Will.

 pd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige