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Segeberg Unbekanntes Pulver: Gefahrgutzug rückte an
Lokales Segeberg Unbekanntes Pulver: Gefahrgutzug rückte an
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11:50 10.02.2016
Der Mann, der mit einem unbekannten Pulver in Berührung kam, wurde zunächst in der Notaufnahme des Allgemeinen Krankenhauses untersucht. Später wurde er nach Lübeck verlegt. * Quelle: Wulf

Aufregung im Allgemeinen Krankenhaus Bad Segeberg: Die Mitarbeiter und Patienten staunten nicht schlecht, als gestern gegen 14 Uhr die Gefahrguterkundung des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg in der Klinik anrückte. Grund dafür war der Verdacht, dass ein Mitarbeiter der Hamburger Wasserwerke mit einem radioaktiv verseuchten Pulver in Kontakt gekommen sein könnte. Der Verdacht bestätigte sich allerdings nicht.

Nach LN-Informationen hat ein Mitarbeiter der Hamburger Wasserwerke gestern an seiner Arbeitsstelle einen Briefumschlag geöffnet, aus dem ein orange-weißes Pulver direkt auf seine Hände gerieselt sein soll. Die Haut des Mitarbeiters, der in Wahlstedt wohnt, habe daraufhin „gebrannt“. Der Angestellte habe sofort die Hände gewaschen und außerdem den Werksarzt aufgesucht. Dieser habe dann allerdings Entwarnung gegeben.

Als der Wahlstedter mit seinem Pkw bereits auf dem Nachhauseweg gewesen sein soll, habe sich der Werksarzt bei ihm telefonisch gemeldet und darauf gedrungen, dass der Mann die Verletzungen an seinen Hände noch einem weiteren Arzt zeige. „Er ist in die Notaufnahme des Allgemeinen Krankenhauses nach Bad Segeberg gekommen“, bestätigte Robert Quentin, Sprecher der Segeberger Kliniken gestern Abend.

Der diensthabende Arzt habe sicherheitshalber den Leitenden Oberarzt, Professor Dr. Karl-Hermann Staubach gerufen, der sich die Hände des Patienten ebenfalls angesehen habe. „Dem Professor ist schließlich aufgefallen, dass die Hände sich verändert hatten. Weil der Verdacht im Raum stand, dass es sich bei dem Pulver um einen radioaktiven Stoff handeln könnte, wurde, wie es vorgeschrieben ist, die Gefahrguterkundung der Feuerwehr alarmiert“, so Quentin. Die eingesetzten Messgeräte hätten aber keine Radioaktivität angezeigt.

Nach zwei Stunden in der Notaufnahme konnte der Mann aber immer noch nicht nach Hause fahren, sondern wurde zur weiteren Beobachtung von Segeberg aus in die Uniklinik Lübeck verlegt. Über die Art der Verletzungen des Mannes, die Beschaffenheit des Pulvers und die näheren Umstände des Vorfalls an der Arbeitsstelle war bis gestern Abend nichts Näheres bekannt.

pd

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