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Segeberg Unerwartete Hilfe für Demo gegen Abschiebung
Lokales Segeberg Unerwartete Hilfe für Demo gegen Abschiebung
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20:21 27.02.2016
Rund 120 Menschen demonstrierten in der Fußgängerzone. Quelle: pd

Gegen die Einstufung Afghanistans als sogenannten „sicheres Herkunftsland“ und die bevorstehenden Abschiebungen von Afghanen haben gestern mehr als 100 Menschen auf der Kirchwiese am Marktplatz von Bad Segeberg aufmerksam gemacht. „Afghanistan ist alles andere als ein sicheres Herkunftsland“, sagte Angelika Traumann, die zusammen mit dem Verein „alleineinboot“ die Öffentlichkeit in Bad Segeberg auf die geänderte Situation nach dem Asylpaket II informieren wollte. Immer wieder gebe es in Afghanistan Übergriffe von Taliban, die nach wie vor in dem Land am Hindukusch aktiv seien. Die Situation der Mädchen und Frauen habe sich ebenfalls nicht verbessert. Eine Demonstration durch die Fußgängerzone hatte der Kreis den Initiatoren nicht erlaubt. Erlaubt war lediglich eine Steh- Kundgebung auf der Kirchwiese. Unerwartete Hilfe bekamen die Segeberger schließlich von fünf schwarzgekleideten jungen Männern aus der Hamburger Autonomen-Szene. Sie hatten die Polizei um die Erlaubnis einer Spontan-Demo gebeten und dafür grünes Licht von den Ordnungshütern bekommen. Bedingung dafür war, dass die Kundgebung von „alleineinboot“ bereits nach einer Stunde offiziell beendet wurde. Der Spontan- Demonstration schlossen sich nahezu alle Teilnehmer der Solidaritäts- Kundgebung an. Mit Pappschildern ausgestattet machten sie sich lautstark von der Kirchwiese aus über den Marktplatz und die Oldesloer Straße auf zum Bahnhof. Die Polizei hatte dafür extra die Bahnhofskreuzung an der B 206 abgesichert. Am Bahnhof angekommen, stiegen die fünf jungen Männer in die nächste Bahn Richtung Bad Oldesloe und die Demonstranten gingen zurück zum Jugendzentrum. Wer die fünf jungen Männer waren, weiß niemand so genau, aber die rund 120 Teilnehmer freuten sich über einen gelungenen Abschluss der Kundgebung. „Aufmerksam wurden die Segeberger erst, als die Demonstration über den Marktplatz zog“, sagte die Vereinsvorsitzende Svenja Polonji, die der Polizei für die kurzfristige Unterstützung dankbar ist.

pd

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