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Segeberg Unterhaltung der Gemeindestraßen wird teurer
Lokales Segeberg Unterhaltung der Gemeindestraßen wird teurer
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20:45 29.06.2017
„300000 Euro fehlen. Das ist Fakt.Jan Lawerentz, Fachbereichsleiter
Damsdorf

Für die Pflege der insgesamt 257 Kilometer Gemeindeverbindungswege müssen die Segeberger Kommunen künftig tiefer in die Tasche greifen. In der Sitzung der Verbandsversammlung des Wege-Zweckverbandes (WZV) am Dienstag haben die Bürgermeister der verbandsangehörigen Gemeinden beschlossen, die Pauschale um 400 Euro auf 2200 Euro pro Kilometer anzuheben.

Um 400 Euro steigt die Pauschale für die Gemeindewege, auf 2200 Euro pro Kilometer. Zudem kommen weitere Kosten auf die Kommunen zu.

Mehr fürs Geld gibt es dadurch aber nicht.

Der Bau und die Unterhaltung der Gemeindeverbindungswege war vor genau 63 Jahren Anlass für die Gründung des Wege-Zweckverbandes. Die Gemeinden waren damit eine große Last los. Anstatt selbst Geräte vorzuhalten oder externe Firmen mit der Pflege abbröckelnder Banketten zu beauftragen, wussten sie diese Aufgaben in guten Händen. Teure Gerätschaften mussten vom WZV nur einmal angeschafft werden, profitiert haben alle Gemeinden.

Doch wie das so ist: Manchmal bürgern sich Arbeiten ein, die mit dem eigentlichen Aufgabenkatalog nichts mehr zu tun haben. Ausgaben steigen und ruckzuck ist ein finanzielles Minus da. Im vergangenen Jahr waren es immerhin 322000 Euro minus, 57 Prozent des Gesamt-Etats, der bei 562 000 Euro lag. „Das ist Fakt“, sagte Fachbereichsleiter Jan Lawerentz, der sich daraufhin die Richtlinie für diese Straßen vor die Brust genommen und festgestellt hat, dass teilweise Arbeiten aus der Pauschale finanziert wurden, die eigentlich die Gemeinden oder sogar private Landeigentümer zahlen müssten.

Dazu gehören unter anderem das Putzen und Schneiden von Knicks, Gehölzen und Hecken. Hier sollen künftig Anlieger oder Gemeinden in die Pflicht genommen werden. Die Kontrolle von Bäumen an besagten Wegen soll weiterhin aus der Pauschale finanziert werden, das Sägen und Fällen jedoch nicht mehr. Gleiches gilt für das Fräsen von Baumstubben, was den jeweiligen Gemeinden in Rechnung gestellt werden soll. „Hier gilt das Verursacherprinzip“, so der Fachbereichsleiter, der zudem Einschnitte für das Verlegen von Rasengittersteinen ankündigte. Die Regelung, dass die jeweilige Gemeinde 40 Prozent der Kosten für das Verlegen der Steine trägt, gibt es bereits, nur umgesetzt worden sei sie nicht. Bislang wurden alles aus der Pauschale bezahlt.

Darüber waren nicht alle Bürgermeister der Verbandsversammlung erbaut. „Diese Wege sind für Schwerlastverkehr gar nicht ausgelegt. Auch die Güllefahrten machen alles kaputt. Danach fragt jedoch keiner“, ärgerte sich Karl-Heinz Menken, Bürgermeister von Heidmoor. Gar nicht begeistert war auch Hans-Heinrich Jaacks, Bürgermeister von Krems II: „Wir haben 420 Einwohner und fünf Kilometer dieser betreffenden Wege. Das steht in keinem Verhältnis.“ Während Sönke Siebke (Schmalensee) die Erhöhung der Kilometerpauschale um 400 Euro als halbherzig bezeichnete, bat Knut Hamann, Bürgermeister von Gönnebek, um Zeit, sich Alternativangebote einholen zu können. Andere wollten wissen, wie lange es dauere, die auf den WZV übertragenen Aufgaben wieder zurückzunehmen. Erhöht werden soll die Pauschale zum 1. Januar 2018.

Petra Dreu

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