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Unterwasser-Rugby als Schul-AG

Bad Segeberg Unterwasser-Rugby als Schul-AG

„Norddeutschland ist Unterwasser-Rugby-Entwicklungsland“, sagt Claas Brüning. „Es gibt wenige Aktive und wenig Wettbewerb.“ Das will der Stipsdorfer ändern und bietet Unterwasser-Rugby als AG nun an vier weiterführenden Schulen in Bad Segeberg an

Unterwasser-Rugby: Im dreidimensionalen Raum des Schwimmbeckens gilt es, den Ball im Korb unterzubringen. In Norddeutschland gibt es bisher nur wenige Aktive, das will Claas Brüning (Foto unten) ändern und Schüler in Bad Segeberg trainieren.

Quelle: Fotos: Vdst, Uwe Rzeha (1,hfr), Nadine Materne (1)

Bad Segeberg. „Das Ziel ist, den Sport zu etablieren und vielleicht auch mal eine Landesauswahl zu bilden“, sagt Brüning.

LN-Bild

Claas Brüning, Ex-Nationalspieler aus Stipsdorf, will Schülern die spannende, aber unbekannte Sportart schmackhaft machen.

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Unterwasser-Rugby? Tatsächlich dürften die wenigsten je von dieser Sportart gehört haben. Dabei wurde Unterwasser-Rugby (UWR) in den 1960er Jahren in Deutschland erfunden. Und Deutschland ist sogar richtig erfolgreich: „Die Frauen sind Weltmeister, die Männer Vizemeister“, so Brüning, der selbst 2001 und 2003 mit der Nationalmannschaft an internationalen Titelkämpfen teilgenommen hat. Für das Podest habe es damals leider nicht gereicht.

Mit herkömmlichen Rugby aber hat dieser Sport nicht sehr viel zu tun, räumt Brüning ein. „Es ist schwer, UWR mit einer bestehenden Sportart zu vergleichen.“ Zwei Teams mit je sechs Spielern – inklusive Torwart – versuchen unter Wasser, den schweren, mit Salzwasser gefüllten Spielball in einem Korb unterzubringen. Die gewöhnungsbedürftigen Passspiel-Regeln vom Rugby gelten dabei nicht.

Aber die Körperlichkeit vom Rugby kommt durchaus zum Tragen: „Wer den Ball hat, darf andere Spieler angreifen“, erklärt Brüning. Und umgekehrt: Der Spieler mit Ball darf angegriffen werden: Klammern, Stoßen, den Ball aus den Armen reißen sind erlaubt. „Stöße werden durch das Wasser aber gedämpft“, beruhigt er. „Verletzungen sind sehr selten. Und beim schnellen Spiel kommt es zu wenig Körperkontakt.“ Attacken gegen den Hals oder die Ausrüstung seien zudem verboten.

Das Spiel in der Schwerelosigkeit im dreidimensionalen „Spielfeld“ und das Körperliche sind es, was Brüning am Unterwasser-Rugby begeistert. Dabei kam er eher zufällig zu dem Sport. „1982 musste ich wegen Knieproblemen mit dem Kampfsport aufhören“, sagt der 51-Jährige. Er wechselte zum Tauchen. Taucher spielten UWR gerne mal als reines Konditionstraining. Brüning stieg in den Leistungsbereich ein, wurde mit den FS Duisburg fünf Mal Deutscher Meister. Heute schwimmt er mit dem DUC Lübeck in der zweiten Liga und ist Unterwasserrugby-Spartenleiter beim Tauchsport-Landesverband Schleswig-Holstein, der auch die Ausrüstung für die Schul-AG stellt: Schnorchel, Tauchmasken, Flossen, Kopfschutz.

Bei der Vorstellung des AG-Angebots in den zwei Gymnasien und beiden Gemeinschaftsschulen der Stadt hätten schon einige Schüler Interesse gezeigt, nun hofft Brüning, dass sie sich auch anmelden. Am 21. September soll die AG im Hallenbad starten. Mindestens acht Schüler mit guten Schwimmfähigkeiten sollten schon dabei sein, so Brüning. Denn UWR ist körperlich anspruchsvoll. Tauchen mit Schnorchel, Kraulstil mit Flossen, Wendigkeit im Wasser – das alles müsse gelernt werden. Graue Theorie erwarte die Jugendlichen aber nicht, verspricht Brüning. Schon beim ersten Training solle neben technischen Übungen auch mit dem Ball gespielt werden.

So funktioniert das Spiel

Das „Spielfeld“ beim Unterwasser-Rugby ist 3,5 bis fünf Meter tief, 12 bis 18 Meter lang und acht bis 12 Meter breit. Gespielt wird zwei Mal 15 Minuten. Beide Teams (à sechs Spieler) punkten, indem sie den Ball in einem Korb am Beckenboden versenken. Es wird ausschließlich unter Wasser gespielt. Die Spieler sind mit Schnorcheln ausgestattet. „Sie machen es den Meeressäugern nach, die zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen“, sagt Trainer Claas Brüning. Weitere Infos unter: claas.bruening@t-online.de

 Nadine Materne

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