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Segeberg Unvergesslicher Tango-Abend auf Gut Pronstorf
Lokales Segeberg Unvergesslicher Tango-Abend auf Gut Pronstorf
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21:17 28.07.2016
„Tango Total“ beim ausverkauften SHMF-Konzert in Pronstorf: das Kibardin-Quartett Michael Kibardin (Violine), Alexander Pankov (Bajan), Jens-Uwe Popp (Gitarre) und Guido Jäger (Kontrabass). Quelle: sd

Welch ein unvergesslicher Abend: nicht nur für die über 700 Konzertbesucher, sondern auch für die Musiker. Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals spielte das Kibardin-Quartett am Mittwoch im Pronstorfer Kuhstall und entführte die Zuhörer in die leidenschaftliche Welt des Tangos.

Die Mischung aus russischer Melancholie und argentinischem Frohsinn kam hervorragend bei den Besuchern an, sie applaudierten begeistert. So anhaltend und intensiv, dass das Quartett selbst überrascht war. „Sie sind ein großartiges Publikum. Der Applaus ist herrlich, der Künstler lebt davon“, sagte der Namensgeber des Quartetts, Michael Kibardin. Und diese Begeisterung wurde mit zwei Zugaben honoriert, die weitere Applausstürme auslösten. Auch für ihn und seine Kollegen sei der Abend unvergesslich, solch einen Beifall habe er nur hier erlebt, schwärmte Kibardin, der den Zuhörern wünschte, „das Leben und die Musik zu genießen“.

Kibardin hatte charmant durch den Abend geführt und den Inhalt der Stücke zusammengefasst. Michael Kibardin (Violine), Alexander Pankow (Bajan), Jens-Uwe Popp (Gitarre) und Guido Jäger (Kontrabass) zeigten virtuos die vielen Facetten des Tangos, die sämtliche Emotionen des Lebens widerspiegeln. Leidenschaftlich und schwermütig die Weisen, wenn es um Liebe und Herzeleid geht. Klagend, fast weinerlich dagegen die „Russische Taverne“, bei der zwei russische Männer ihren Liebeskummer in Wodka ertränken.

Etwa die Hälfte der Stücke stammt aus der Feder von Efim Jourist (1947 bis 2007). Der ukrainische Komponist und Bajan-Spieler war langjähriger musikalischer Weggefährte von Kibardin, Popp und Jäger. Nach Jourists Tod beschlossen die drei Musiker, ein neues Quartett ihm zu Ehren zu gründen, um seine Musik weiterleben zu lassen. Doch auch „Die vier Jahreszeiten“ von Astor Piazolla (1921 bis 1992), das den Zuhörern einen Einblick in die Seelen der Bewohner von Buenos Aires gewährte, war zu hören. Ein besonderes Bonbon waren die beiden Walzer „Satin“ und „Peter’s Waltz“ vom Ensemble-Mitglied Popp, die wie auch die anderen Stücke zum Tanzen einluden. Da jedoch reale Tänzer fehlten, stellten sich viele Besucher Tangotänzer zumindest vor ihrem geistigen Auge vor.

sd

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