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Segeberg Uwe Bangert: Spuren im öffentlichen Raum
Lokales Segeberg Uwe Bangert: Spuren im öffentlichen Raum
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20:13 26.10.2017
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Bad Segeberg

Vorgestellt wurde das Buch gestern von seinen Autorinnen: Katrin Lienau, in den 70ern Schülerin von Bangert, hat vor Ort Arbeiten des Segeberger Künstlers aufgespürt. Ihre Tochter, die Berliner Kunsthistorikerin Anna-Sophie Laug, recherchierte parallel im Internet und schrieb am Ende die kunsthistorische Bewertung. Auch zwei Texte des Künstlers, der am 3. November 90 Jahre alt wird, sind enthalten. Herausgegeben wurde das Buch vom Sammlerverein Bad Segeberg.

Anna-Sophie Laug (l.) und Katrin Lienau stellten ihr Buch vor. Quelle: Foto: Kullack

Bangert gilt heute als einer der bedeutendsten realistischen Maler Norddeutschlands, erklärte Anna-Sophie Laug bei der Buch-Präsentation im Bürgersaal. Da Bangert von seiner Kunst schließlich eine sechsköpfige Familie zu ernähren hatte, nahm er gern Aufträge der öffentlichen Hand an – auch wenn ihn auf der anderen Seite die Tatsache störte, dass die Themen meist fest vorgegeben waren.

Jedenfalls hat er seine „Kunst am Bau“ kaum dokumentiert, schon gar nicht flächendeckend, so dass die Autorinnen es nicht leicht hatten, Bangert-Arbeiten in Schulen und Kirchen, Ämtern und Gemeinschaftshäusern überhaupt aufzuspüren. Nach Aufrufen von Katrin Lienau in den Zeitungen meldeten sich aber doch einige Zeitzeugen – vor allem ehemalige Schulleiter, die stolz vermeldeten: „Auch bei uns gibt es eine Arbeit von Bangert.“ Manches aber, so Anna-Sophie Laug, war nicht mehr aufzufinden, ist zerstört oder existierte nicht mehr – so wie mancher Wandteppich.

Außer der Beschreibung von gut 80 der Bangertschen Arbeiten ist im Buch ein Vorwort von Karl-Heinz Boyke enthalten, dem Beauftragten für Kunst am Bau des Berufsverbandes der Bildenden Künstler. Er schreibt über den Bauboom der 60er, der die Kunst im öffentlichen Raum extrem befördert hat. Katrin Lienau schreibt über ihre Recherchen, Katharina Merensky, Tochter des Keramikers Hans-Jürgen Merensky, über die Zusammenarbeit von Künstler und Kunsthandwerker. Dazu gibt es noch Kurz-Biografien von Werner Feldsien (Architekt), Antonius Alex (Glasmaler), Ute Gayk und Hildegrad Osten (Weberinnen) und Hans-Jürgen Merensky.

Begleitend zum Buch ist bis zum 1. Dezember im Rathaus eine Ausstellung von Peter Zastrow zum Leben Uwe Bangerts zu sehen. Der Festakt zum 90. des Bad Segeberger Ehrenbürgers beginnt am 3. November um 11 Uhr im Bürgersaal.

Anna-Sophie Laug/ Katrin Lienau: „Uwe Bangert – Kunst am Bau“; 140 Seiten, davon 90 Seiten farbige Abbildungen; für 19,95 Euro in jeder Buchhandlung.

LN

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