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Segeberg Ver.di sieht Fusion von Bauhof und WZV kritisch
Lokales Segeberg Ver.di sieht Fusion von Bauhof und WZV kritisch
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22:32 04.11.2013
„Das kann uns auch Vorteile bringen.“ Jens Lichte (SPD)
Bad Segeberg

Die geplante Fusion von städtischen Bauhof und Wege-Zweckverband (WZV) — die LN berichteten —, schlägt Wellen. Segen oder Fluch? Rudolf Beeth von der Gewerkschaft ver.di ist eher Letzterem zugeneigt: Der 65-Jährige war früher bei der Stadt Personalratvorsitzender. Er wird den jetzigen Personalrat und die Bauhof-Kollegen beraten. Deren Ängste seien „nicht unbegründet“, erklärte er den LN. Auch wenn die Gehälter der 36 Mitarbeiter nicht angetastet würden, die Arbeitsbedingungen würden sich beim WZV massiv ändern. „Einige Mitarbeiter seien besorgt, ja verängstigt“, so Beeth. Er sei „gleich hellhörig“ geworden, als er von den Fusionsplänen hörte und dachte an die Abwicklung des städtischen Jugendaufbauwerkes vor Jahren. Wenn sich nichts für die Mitarbeiter ändern solle, könne man diese doch von der Stadt an den WZV „abordnen“, schlägt er vor. Für diesen Fall blieben die Kollegen bei der Stadt, müssten aber die Personalführung des WZV akzeptieren. „Selbst da könnte es schon knirschen“, erinnert Beeth an die anfänglich schwierige Zusammenarbeit zwischen Kreis und WZV beim Betrieb des Kreis-Bauhofs.

Die vergleichsweise kleine Gruppe der städtischen Bauhof-Kollegen könnte hier schnell „zerlegt werden“, prophezeit der Gewerkschafter. Ihm sei es „ein Rätsel, wie der Bürgermeister 100 000 Euro im Jahr einsparen möchte“. Habe der WZV alles unter sich, werde „spitz abgerechnet“, da koste jeder Handschlag für Bad Segeberg Geld. Der Bürger werde es merken. „Gerade beim Schneeräumdienst sind wir in Bad Segeberg verwöhnt“, so Beeth.

Jens Kretschmer, WZV-Verbandsvorsteher, betonte gestern, dass bislang nichts entschieden und nur „vorgeprüft“ worden sei, ob es sinnvoll sein könnte, „den Bauhof in den WZV zu integrieren“.

Verhandlungen müsse ohnehin erst die Verbandsversammlung genehmigen. Erst dann würde konkret und über Details geredet. Wichtig sie, dass alles unter Besitzstandswahrung der Mitarbeiter passiere. „Das hat Hand und Fuß“, ist Kretschmer überzeugt.

Dieter Gamm (FDP) will erst abwarten, „was uns Politikern konkret vorgelegt wird“. Die Parteien seien über die Pläne erstmals vor einer Woche informiert worden. „Es ist bisher nur grünes Licht gegeben worden, um auszuloten, ob eine Zusammenarbeit möglich ist.“

Einsparpotential sieht Jens Lichte (SPD) darin, dass beim WZV Personal effektiver eingesetzt werden könne. Auch der große Maschinenpark dort könnte besser genutzt werden. So könnte an Markttagen der Platz mit Maschinen schnell gereinigt werden. Über die Arbeitsbedingungen müsse aber gesprochen werden, so Lichte. Eine Zusammenlegung der Bauhöfe werde von der SPD schon lange gefordert. Lichte:

„Mehr Maschinenpower, mehr Menpower, das kann für uns Vorteile bringen.“

Wolfgang Glombik

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