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Verstärkung für das Koordinierungs-Team

Bad Segeberg Verstärkung für das Koordinierungs-Team

Fragen zu Sprachkursen, Arbeitssuche und Traumaverarbeitung: Flüchtlinge finden Ansprechpartner beim Kreis.

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Annerose Tiedt (44) ist neue Fachbereichsleiterin.

Quelle: Dreu

Bad Segeberg. Von der Unterbringung über Sprachkurse bis hin zu Schule und Arbeitsplatz: Die Aufgaben der „Koordinierungsstelle zur integrationsorientierten Aufnahme von Flüchtlingen“ (Kia) beim Kreis Segeberg sind vielfältig. Während andere Kreise noch in der Ausschreibung von Stellen sind, laufen in Segeberg bereits alle Fäden der unterschiedlichsten Träger und Helfergruppen zusammen. Im Mai 2015 wurde sie ins Leben gerufen. Mit inzwischen drei Mitarbeiterinnen nimmt sie immer mehr Fahrt auf.

Barbara Keck (32) ist neben Karin Kühle (55) und Elmira Kanava (32) die dritte Frau im Bunde der Koordinierungsstelle. Die Neue hat ihren Dienst am 15. Oktober angefangen und ist die Fachfrau, wenn es darum geht, Flüchtlinge in Praktika oder sogar Arbeitsstellen zu vermitteln. Barbara Keck arbeitet seit 15 Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit, ist derzeit „nur“ an den Kreis Segeberg „ausgeliehen“, um den wichtigen Schritt Arbeit für die Flüchtlinge voranzubringen.

„Wo muss ich fragen, um die richtige Auskunft zu bekommen? Wer das weiß, ist im Vorteil“, sagt Landrat Jan Peter Schröder (parteilos) bei der Vorstellung der Mitarbeiterinnen. Diese Koordinierungsstelle sei wichtig für den Kreis. „Wenn Integration nicht gelingt, bekommen wir alle das hinterher zu spüren“, glaubt der Verwaltungschef, der in seinem Haus kaum eine Abteilung kennt, die nicht in irgendeiner Weise mit der Integration von Flüchtlingen befasst ist.

Elmira Kanava kümmert sich um die vielen Sprachangebote, die es für Flüchtlinge gibt. Darunter den richtigen Kurs zu finden, ist nicht immer einfach. Während Integrationskurse und Einstiegskurse der Arbeitsagentur nur Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive aus den Herkunftsländern Syrien, Iran, Irak und Eritrea vorbehalten sind, gibt es andere Kurse, die allen offen stehen. Elmira Kanava gibt einen Überblick über alle Angebote und hilft denen weiter, die ehrenamtlich Deutschkurse anbieten. Bezahlt werden die Kurse aus unterschiedlichen Töpfen.

Karin Kühle dagegen hat früher in der Eingliederungshilfe für psychisch kranke Menschen gearbeitet. Sie ist Ansprechpartnerin, wenn Krieg und Flucht seelische Spuren hinterlassen haben. Sie möchte ein Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge im Kreisgebiet aufbauen. Eine erste Fachtagung ist für Februar 2016 geplant. Aber auch die Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten in Gemeinschaftsunterkünften fallen in ihr Spezialgebiet. Weitere Veranstaltungen für ehrenamtliche Helfer sind in Kooperation mit der Jugendakademie geplant.

Insgesamt füllen die drei Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle 2,5 Stellen aus, die vom Land finanziert werden. Fachbereichsleiterin Elke Andrasch: „Wir möchten das Ankommen möglichst so gestalten, dass alle davon profitieren.“

Annerose Tiedt am Steuer der zentralen Verwaltung
Annerose Tiedt heißt die neue Leiterin des Fachbereichs I in der Verwaltung des Kreises Segeberg, zu dem die zentralen Themen der Verwaltungsorganisation gehören: Organisationsmanagement, Personalwesen und Informationstechnik. Die Neue ist wie ihre Vorgängerin Karin Grandt von Haus aus Juristin.
Die 44-Jährige wohnt in Rellingen (Kreis Pinneberg) und war bis zu ihrem Wechsel nach Bad Segeberg beim Kreis Pinneberg beschäftigt. Angefangen hat sie 2002. Von 2006 bis vor drei Monaten war sie dort ebenfalls für die Bereiche zentrale Steuerung, Personal und Informationstechnik zuständig — dort aber als Abteilungsleiterin.
Nach drei Monaten in ihrem neuen Arbeitsumfeld konnte sie sich bereits einen ersten Überblick verschaffen. Den Kreis Segeberg sieht sie mit seinen 780 Mitarbeitern und einem Durchschnittsalter von 46 Jahren personell gut aufgestellt. 50 Mitarbeiter gehören zum Fachbereich I.
Schwierig sei es in der Kreisverwaltung, wenn Mitarbeiter für längere Zeit ausfallen. Deren Arbeit aufzufangen, sei nicht immer einfach. Eine Herausforderung sei zudem die Bewältigung der Aufgaben im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung. Gerade dabei habe der leer gefegte Arbeitsmarkt für Sozialpädagogen, aber auch für Ärzte und Ingenieure Löcher hinterlassen, die aber demnächst wieder gestopft werden sollen. Drei bis vier Stellen würden jetzt neu besetzt, acht weitere müssten erst noch beschlossen werden. Als Fachbereichsleiterin will sie sich der Aufgabe widmen, den Kreis als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Unter anderem sei denkbar, dass sich der Kreis Kindergartenplätze sichert und diese vergünstigt an die Mitarbeiter abgibt.
HILFE IM ADVENT
Liebe Leserinnen und Leser,


in diesen Zeiten suchen viele Menschen bei uns eine sichere Zuflucht vor Krieg, Terror und Verfolgung. Sie haben dafür ihre Heimat verlassen und sind in einer ihnen völlig fremden Welt angekommen.
Diese Menschen benötigen unsere Hilfe, nicht nur materieller Art, sondern vor allem auch, um ihnen diese fremde Welt zu öffnen, ihnen Orientierung und Halt zu geben. Und dafür engagiert sich der Verein „alleineinboot“.
Mit der Aktion „Hilfe im Advent“ unterstützen die LN und ihr Partner, die Sparkasse Südholstein, in diesem Jahr den Verein „alleineinboot“. Das Geld kommt verschiedenen Projekten zugute, die den Flüchtlingen in und um Bad Segeberg die Integration in ihrer neuen Heimat erleichtern sollen. Bitte helfen Sie mit und spenden für „Hilfe im Advent“ auf folgendes Konto:


Verein alleineinboot e. V.

Spende Hilfe im Advent
IBAN DE47 2305 1030 0510 5204 30

Sparkasse Südholstein

Namen der Spender werden in den LN veröffentlicht. Wer anonym bleiben will, trägt im Verwendungszweck der Überweisung einfach „bitte anonym“ ein.
„Wir möchten das Ankommen so gestalten, dass möglichst alle profitieren.“
Elke Andrasch, Fachbereichsleiterin

Pd Petra Dreu

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