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Segeberg Viel Kita-Spaß trotz Bauwagen-Ärgers
Lokales Segeberg Viel Kita-Spaß trotz Bauwagen-Ärgers
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21:16 25.02.2016
Mit der baulichen Erweiterung und kompletten Umgestaltung bietet die Waldorf-Kita in Bad Segeberg (Am Wege nach Stipsdorf) jetzt Platz für 45 Kinder. Auch Dorothea und Lennox sind mit dabei. Quelle: Wolfgang Glombik
Strahlende Gesichter beim Waldorf-Kindergarten Bad Segeberg über den Anbau — und doch ein Wermutstropfen, weil die Kita Bauwagen-Ärger mit Behörden hat.

Noch drei Plätze frei

Der Waldorfkindergarten hat in in seiner Kita-Hausgruppe (zwischen drei und sechs Jahren) noch drei Plätze für frei, die auch sofort besetzt werden könnten, teilt Geschäftsführerin Anne Friedemann mit. Interessierte melden sich über Tel. 0455 1/99 91 71.

So muss auf eine weitere Waldgruppe verzichtet werden.

Nach den langwierigen Erweiterungsarbeiten am bunten Kindergartenhaus — fast ein Jahr haben die Arbeiten gedauert — freuen sich dort jetzt alle über ein komplett neugestaltetes Heim. Auch das Umfeld wurde neu anlegt mit einem schlammigen Bach zum „Matschen“. Neben den schon lange existierenden Haus- und Waldgruppen der Kita gibt es jetzt auch eine Krippe für die ganz Kleinen. Über 340 Quadratmeter stehen insgesamt im Haus zur Verfügung, berichtet Geschäftsführerin und Vorständlerin Anne Friedemann. Es gebe „Bewegungsräume“, Körperwahrnehmung sei in der Krippe ein wichtiger Teil der Arbeit mit Kindern. Der Ablauf im Waldorf-Kindergarten sei so strukturiert, dass der Lärmpegel niedrig sei, die Erzieherinnen nicht unter übermäßigen Geschrei und Getöse litten, obwohl es auch hier „zuwendungsbedürftige Kinder“ gebe.

Kinder aus Flüchtlingsfamilien fehlten hingegen ganz. Friedemann: „Wir sind schon ganz irritiert, warum uns bislang keine Kinder zugeteilt wurden.“ Dabei sei man bereit gewesen, dafür auch eine zweite Waldgruppe zu gründen. Eine Erweiterung der Einrichtung mit jetzt 45 Kindern wäre nur so möglich.

Doch das scheint an einem Bauwagen als Unterschlupf für die Kinder zu scheitern. Schon die jetzige Waldgruppe benötige einen neuen Bauwagen, der alte ist baufällig, könnte aber als Spielgerät weitergenutzt werden. Der neue Wagen sollte etwa 20 Meter entfernt stehen. Doch als die Kita einen Bauantrag für eine Terrasse als Abstellfläche dafür stellte, gab es ein böses Erwachen. Das gehe gar nicht, hieß es von der Behörde. Bei dem Gelände handele es sich um ein Landschaftschutzgebiet, dort dürfe nicht einmal eine Sandkiste hin, geschweige denn ein fester Bauwagen. Da sei nichts zu machen, „deshalb müssen wir auch den Standort für den neuen Wagen aufgeben“, erklärte Anne Friedemann, die ansonsten gern die Fläche erweitern würde. Schon am 12. März wollen Eltern anpacken und den neuen Bauwagen vom verbotenen Terrain wegziehen. Den alten Bauwagen müsse man deshalb weggeben. Die Waldorf-Kita werde ihren Zweite-Waldgruppen-Plan zu den Akten legen. Dabei sei gerade das Bad Segeberger Konzept in dieser Hinsicht sehr selten in Deutschland. Rein menschlich würden es übrigens alle Behördenvertreter wunderbar und vernünftig finden, hier das Kindergartenterrain zu erweitern, aber laut Aktenlage gehe das eben nicht. Friedemann: „Wir halten den Ball deshalb flach und ziehen uns auf die bisherige Fläche zurück.“

Wolfgang Glombik

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