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Segeberg Viel Lob der Fahrradfreunde für Bad Segeberg
Lokales Segeberg Viel Lob der Fahrradfreunde für Bad Segeberg
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20:18 10.08.2015
Armin Lindegger aus Wikon/Schweiz fährt auf seinem kettenlosen Trethebelfahrrad, der Harley-Davidson unter den Null-PS-Gefährten.

54-Zoll-Reifen, Trethebel zur Fortbewegung oder ein hochwertiges Tourenrad von 1926 — zum Abschluss der Velocipediade hatten interessierte Segeberger noch einmal die Möglichkeit, sich auf der Rennkoppel alte Fahrräder anzusehen. Sie mussten etwas Zeit mitbringen, denn die Mitgliederversammlung des Vereins Historische Fahrräder hatte sich in die Länge gezogen.

Uli Feick aus Berlin-Spandau zeigte ein Hochrad von 1882/83. „Das ist ein Original und wird nie gefahren werden, dafür gibt es gute Nachbauten“, sagte er und verblüffte damit die Umstehenden. Auf die Frage „Wieso?“ erklärte er, dass die alten Gummireifen und der Ledersattel sofort brechen würden. Ein Hingucker war auch das Sesselrad von Armin Lindegger aus Wikon/Schweiz. Fasziniert wurde die ungewöhnliche „Trettechnik“ inspiziert. Statt dass die Füße auf Pedalen einen Kreis beschreiben, bewegen sich die Füße beim kettenlosen Trethebelfahrrad nur hoch und runter. „Sind das Pedalen für Kinder oder zum Ausruhen“, wurde Lindegger zu den übrigen Hebeln gefragt. Nein, erklärte er, sie gehören zur Gangschaltung. „Das Rad sieht aus wie die Harley Davidson unter den Null-PS“, so ein Besucher. 1920 war das Sesselrad in der Schweiz entwickelt und in Stuttgart vom Aerodynamiker Paul Jaray gebaut worden. Bis 1923, dann gab es einen tödlichen Unfall, und das Gefährt wurde als gefährliches Rad bezeichnet. Das ist das Modell Nummer 14 von Triumph Deutschland nicht. Es gehört Gründungsmitglied und Mitorganisator Dirk Breiholz, der kurz auf die Besonderheiten einging.

Außerdem gab er ein kurzes Resüme: „Die Velocipediade in Bad Segeberg ist ein voller Erfolg gewesen.“ Alle waren begeistert von der Stadt und noch mehr von der Umgebung. Die Ausfahrt an den Warder See war traumhaft, viele Teilnehmer aus Süddeutschland waren überrascht über die Hügel. Auch das Ambiente für das Hochradfahren war sehr schön und ist beim Publikum gut angekommen. „Toll war auch, dass wir die Rennkoppel so an die Hand bekommen haben, ohne große Kontrollen.“ Auch wenn Bad Segeberg ein idaler Ort gewesen sei, werde die Velocipediade nicht wieder in der Kreisstadt stattfinden. Denn es gilt die Maxime: immer an einem anderen Ort. So wird sie 2016 in Erfurt sein.

„Wir sind begeistert vom Ort und der Landschaft.“
Dirk Breiholz

Silvie Domann

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