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Vier Städte und ihre Problem-Bäder

Bad Segeberg Vier Städte und ihre Problem-Bäder

Bad Segeberg vor der Entscheidung: Soll es sein altes Hallenbad sanieren oder neu bauen? Ein jährliches Defizit von fast 800000 Euro bei steigender Tendenz werden ab 2019 die Schulden explodieren lassen.

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Mölln: Ein kleines aber feines Bad für sechs Millionen Euro. Das Familienbad der Vereinigten Stadtwerke „Möllner Welle“ wurde sogar einige Monate früher fertig als geplant. Das Wasser im Kinderbecken hat eine Temperatur von 32 Grad Celsius und wird durch LEDs in wechselnden Farben illuminiert.

Quelle: Foto: Ln-Archiv

Bad Segeberg. Welche Zukunft hat das Bad Segeberger Hallenbad? Ein jährliches Defizit von fast 800000 Euro bei steigender Tendenz werden ab 2019 die Schulden explodieren lassen. Gleichzeitig stehen millionenteure Sanierungsarbeiten in dem maroden 50 Jahre alten städtischen Bad an. Doch zuerst sollen ab Mai die Öffnungszeiten drastisch reduziert werden.

LN-Bild

Bad Segeberg vor der Entscheidung: Soll es sein altes Hallenbad sanieren oder neu bauen? Ein Blick über’n Beckenrand.

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Gleichzeitig wird ab April eine fachkundige Studentin in einem dreimonatigen Langzeitpraktikum eine „Lebenszyklusbetrachtung“ des Hallenbades vornehmen. Neubau oder Sanierung? Was ist lohnender? Gibt es Fördermittel? Das sind die von ihr zu klärenden Fragen. Doch das Rad muss nicht neu erfunden werden. Ein Blick über die Kreisgrenzen zeigt, wie andere Kommunen mit ihren „Problem-Bädern“ umgehen.

In Mölln, Ratzeburg und Bad Oldesloe betreiben die Vereinigten Stadtwerke GmbH (VSG) gleich drei Bäder. Es sind quasi drei verschiedene „Fälle“. In Mölln war man mutig. Ende 2013 war dort in den Gremien der Stadt beschlossen worden, für das völlig ungeeignete und veraltete Bad im Kurmittelhaus ein neues Familienbad zu bauen. Es hat sich gelohnt: „In Mölln haben wir alles komplett weggerissen und neu gebaut. Dort sind wir sogar noch früher fertig geworden als es eigentlich geplant war“, erklärte der VSG-Geschäftsführer Olaf Poetzing. Das „Möllner Welle“ genannte Bad hat mit vier 25-Meter-Bahnen aber keinen Sprungturm, dafür verfüge es über mehrere Saunen. Von Vorteil sei aber gewesen, dass das Bad als Gesamtpaket von einer Firma hergestellt wurde, erfuhren die LN. Das lief Hand in Hand – ohne die bei Sanierung alter Gemäuer üblichen Überraschungen, die schnell die Kosten in die Höhe treiben. Die Gesamtbaukosten von sechs Millionen Euro wurden eingehalten. Ob damit auch die erhoffte Senkung des Defizits auf etwa 350 000 Euro erreicht werden kann? Das konnte Olaf Poetzing, Geschäftsführer der Vereinigten Stadtwerke GmbH (VSG) noch nicht sagen. Die Zahlen für das ganze Jahr lägen hier noch nicht vor.

Die Ratzeburger grübeln seit Jahren, ob eine Sanierung für deren Mitte der Siebziger Jahre gebautes „Problem-Bad“ lohnen würde oder ob man auf dem großen Grundstück nebenan gleich ein neues Bad errichten sollte. Beim „Aqua Siwa“ wird zurzeit der Abriss favorisiert, weil das wahrscheinlich günstiger käme als eine Renovierung. Das hänge aber auch von Förderzusagen des Landes und seinem Städtebauförderungsprogramm ab. Ratzeburg hofft auf positive Nachrichten aus Kiel noch in diesem Frühjahr.

Von den Vereinigten Stadtwerken wird auch das Travebad in Bad Oldesloe betrieben. Dort hatte man alle notwendigen Gewerke für die Sanierung ausgeschrieben und sich dabei eine blutige Nase geholt:

Reichlich Ärger mit Handwerkerfirmen, Bauverzögerungen und Pannen. Im Februar 2014 wurde das Travebad zweieinhalb Jahre (!) nach dem Start der Sanierung wieder geöffnet. Der Umbau kostete mehr als acht Millionen Euro. Damals hatte man sich in Bad Oldesloe nach dem Prüfen aller Angebote für die Sanierung entschieden. „Aus heutiger Sicht sieht man das dort jetzt wohl etwas anders“, glaubt Poetzing.

 Wolfgang Glombik

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