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Segeberg Von Fahrenkrug nach Berlin: Agrar-Scout Astrid Spahr
Lokales Segeberg Von Fahrenkrug nach Berlin: Agrar-Scout Astrid Spahr
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14:32 26.01.2017
Auf Du und Du mit den Kälbern auf dem Erlebnishof: Dass sie nicht nur aus dem elterlichen Legehennenbetrieb berichten kann, sondern selbst Neues aus anderen Bereichen erfahren hat, gefiel Astrid Spahr besonders gut. Quelle: Hfr

Eigentlich ist der große Legehennenbetrieb bei Fahrenkrug der Arbeitsplatz von Astrid Spahr. Dass die 28-Jährige in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und den bäuerlichen Betrieb damit in der fünften Familiengeneration führen wird, ist ihr schon lange klar. Moderne Landwirtschaft sei genau ihr Ding, sagt sie. Und genau deshalb stand sie dazu gestern auf der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin Rede und Antwort. Als sogenannter Agrar-Scout.

Die 28-Jährige stand den Besuchern auf der Grünen Woche Rede und Antwort – für sie „eine tolle Erfahrung“.

Auf einem Erlebnisbauernhof in Halle 3.2 präsentieren sich nicht nur 50 Fachorganisationen, -verbände und Bundesbehörden, hier gibt es auch Hofleben hautnah. Ein Musterstall mit Kühen und Kälbern, Schweinen und Maschinenpark ist eingerichtet. Themen wie Tierhaltung, Produktion, aber auch Pflanzenschutz werden angesprochen. Bei allem stehe der Dialog mit dem Verbraucher im Vordergrund, „miteinander reden statt übereinander“, heißt es seitens des Forums Moderne Landwirtschaft. Dafür biete die Grüne Woche eine gute Plattform, erklärt der Verein weiter, der die Idee zu den Agrar-Scouts hatte. Ihre Geburtsstunde war 2016.

102 junge Leute, „authentische Persönlichkeiten“, wie der Verein betont, sind jeweils zwei Tage vor Ort. Einen davon zur Schulung und Vorbereitung, einen als Scout. Unter ihnen Astrid Spahr. „Das ist so super“, schwärmte sie gestern im LN-Gespräch, mitten im Einsatz während ihres Messejobs. „Ich kann den Besuchern nicht nur meine Erfahrungen mit der Geflügelhaltung nahebringen, sondern selbst neue Erfahrungen in anderen Bereichen wie Ackerbau, Naturschutz oder Rinderhaltung aufnehmen.“

Die Fahrenkrugerin tritt wie ihre Mitstreiter den Beweis an, dass moderne Landwirtschaft nicht das Geringste mit schlammigen Galoschen, schietigen Cordhosen, schlichtem Gemüt mit einer Prise Bauernschläue à la „Neues aus Büttenwarder“ zu tun hat. Erfahrung in ihrem Job bringt die junge Frau genug mit – und Leidenschaft. Für sie sei der Grat zwischen Tierwohl und auskömmlicher Bewirtschaftung nicht zwingend ein schmaler: „Tierwohl ist sehr wichtig, aber man darf es nicht alleine an der Zahl der Tiere im Stall festmachen“, ist sich Astrid Spahr sicher. Und sie hat in Berlin viele Antworten auf Verbraucherfragen parat. Auch, um vielleicht mit dem einen oder anderen Vorurteil gegenüber konventioneller Landwirtschaft aufzuräumen.

Beliebt bei Verbrauchern

Seit 1926 gibt es die Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Mehr als 1500 Aussteller aus aller Welt präsentieren hier 2017 ihre über 100 000 Produkte. Zudem werden laut eigenen Angaben über 300 Fachveranstaltungen angeboten. Die Internationale Grüne Woche (IGW) hat bis einschließlich Sonntag täglich zwischen 10 Uhr und 18 Uhr (am morgigen Freitag bis 20 Uhr) geöffnet. Die Tageskarte ist für 14 Euro, die Familienkarte für 29 Euro zu haben. Mehr Infos: gruenewoche.de. hil

 Heike Hiltrop

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