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Segeberg "Vor Ort sind wir eindeutig vor der AfD"
Lokales Segeberg "Vor Ort sind wir eindeutig vor der AfD"
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22:22 24.09.2017
Wahlkreis 8, Segeberg - Stormarn-Mitte.
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Bad Segeberg

FDP: Tobias Mährlein (57) von der FDP ist vielleicht sogar bald Bundestagsabgeordneter. „Das entscheidet sich spät in der Nacht zum Montag“, sagt der Norderstedter. Zwar steht Mährlein nur auf Listenplatz 5 der Freidemokraten in Schleswig-Holstein – der vor ihm platzierte Bernd Buchholz aber will in jedem Fall Wirtschaftsminister in Kiel bleiben, sodass der Norderstedter dabei sein würde, wenn die schleswig-holsteinische FDP vier Abgeordnete nach Berlin entsenden sollte. Dass man im Kreis Segeberg ein noch besseres Ergebnis als die 10,5 Prozent im Bund zu erreichen scheint, freut Mährlein und die Segeberger Freidemokraten ganz besonders: „Vor allem sind wir vor Ort drittstärkste Kraft und eindeutig vor der AfD. Wenn das doch bundesweit auch so wäre!“

Die Grünen: Ulrike Täck, Direktkandidatin im Wahlkreis 8, zeigt sich zufrieden mit den 9,1 Prozent, die von den Grünen bundesweit erreicht wurden. „Im Kreis sind wir sogar besser dran und  vor der AfD“, sagt die 49-jährige Wissenschaftlerin aus Boostedt. Sollte es zur Jamaika-Koalition in Berlin kommen, gelte es, vorhandene Unterschiede und Differenzen in klugen Verhandlungen auszugleichen. „Kiel kann da ein gutes Beispiel sein,da ist uns das doch nach anfänglichen Schwierigkeiten großartig gelungen“, sagt die Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes. In jedem Fall solle der Kieler Umweltminister Robert Habeck dann in die Berliner Verhandlungskommission: „Der hat sein Geschick für Koalitionsverhandlungen in Kiel eindeutig bewiesen.“

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Die Linke: Miro Berbig, Kandidat im Wahlkreis 8 für die Linke, ist ganz zufrieden mit seinem Wahlergebnis. Allein das Abschneiden der AfD trübe die Stimmung. Berbig: Mit diesem Ergebnis könnten die Linken gestärkt in die Kommunalwahlen, in einem halben Jahr gehen. „In meiner Heimatstadt Norderstedt sind wir bei den Zweitstimmen bei über acht Prozent.“ Bundesweit sei das Ergebnis das, was er erwartet habe. „Wir haben unser Ergebnis gehalten.“ Ihn wundere das Ergebnis der Grünen, wenn diese sich in einer Jamaika-Koalition aufopfern wollen, „ist das okay“. Die würden dann bei der nächsten Bundestagswahl weg vom Fenster sein, prophezeit Berbig. Vielleicht könne man dann in den nächsten Jahren über „Rot-Rot“ reden.

AfD: Für den Kandidaten für die AfD im Wahlkreis 8 – Segeberg -Stormarn-Mitte, Heiko Evermann, ist das Ergebnis der „nächste Etappensieg bei dem langen Rückspiel für 1968“. Damals habe es schon Vorzeichen für Rotgrün gegeben, meint der 49-Jährige aus Ellerau. Bürgerliche Politik sei jetzt wieder mehrheitsfähig. Evermann habe nach den letzten Wahlumfragen mit einem Ergebnis deutlich über zehn Prozent gerechnet. „Leider waren wir ja bei der Landtagwahl nicht so erfolgreich wie wir uns das gewünscht hätten. Jetzt können wir im Parlament knackige Oppositionsarbeit leisten.“ Evermann selbst ist auf einem hinteren Listenplatz und habe keine Chance auf ein Bundestagsmandat. „Vielleicht klappt es ja für mich bei den kommenden Wahlen weiter vorn anzutreten.“ Gegenüber 2013 habe die AFD ihre Prozentzahl ja fast verdreifacht.

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