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Segeberg WKS-Chef muss im Januar überraschend gehen
Lokales Segeberg WKS-Chef muss im Januar überraschend gehen
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20:26 15.12.2015
Ulrich Graumann ist kein „Bürohengst“, mehr für Außendienst.

Es kam völlig überraschend: Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg mbH (WKS) teilte per Pressemitteilung mit, dass der Geschäftsführer Ulrich Graumann das Unternehmen im Januar 2016 verlassen werde. Die Trennung erfolge einvernehmlich, wie beide Seiten mitteilten.

Graumann: „Es hat mir viel Freude bereitet, die WKS aufzubauen und die operative Arbeit der Gesellschaft auf den Weg zu bringen.“ Jetzt, nach rund vier Jahren, verlasse er die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft mit einem lachenden und einem weinenden Auge, „wobei das weinende Auge das größere ist“, sagte er den LN.

Irgendwann passe es dann nicht mehr. Kritik an seiner Person soll es wegen mangelnder Präsenz in dem Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Infrastruktur gegeben haben. „Im letzten Jahr habe ich von vier Sitzungen zwei mitgemacht, zweimal war ich im lange gebuchten Urlaub.“ Das habe man ihm „angekreidet“. Graumann gibt auch zu, dass die WKS ihren Wirtschaftsplan verspätet vorgelegt habe. „Das muss ich mir auf die Fahnen schreiben.“ Auch der Jahresabschluss für 2014 sei zu spät fertig geworden. Es sei „aber schon ambitioniert“, Ende März damit fertig sein zu müssen. „Wir hatten viel zu tun, ich halte es auch für meine Aufgabe, wenig im Büro zu sein und dafür lieber im Kreis und außerhalb des Kreises unterwegs zu sein.“ Er hatte sich auch um die laufenden Projektanträge zu kümmern. Die Entscheidungen dazu werden jetzt im Januar erwartet.

Graumann gehe „nicht im Streit“. Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Jorkisch und ihm passe kein Blatt. „Er war eine große Stütze für mich in der ganzen Zeit“, so Graumann. Er sei davon überzeugt, „dass mein großartiges Team das erfolgreiche Wirken für den Kreis Segeberg fortsetzt“.

Für Jorkisch hat Ulrich Graumann „den Boden zu einer erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung im Kreis Segeberg geebnet“. Jorkisch dankte ihm für seine „engagierte Arbeit“. Graumann möchte jetzt den neuen Jahresabschlussbericht schnell noch im Januar fertigstellen und plant einen „vernünftigen Übergang zu organisieren“. „Ich hoffe, dass sich jetzt schnell ein kompetenter Nachfolger finden wird.“

wgl

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