Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg WZV-Chef endgültig abberufen
Lokales Segeberg WZV-Chef endgültig abberufen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 29.05.2018
Professor Matthias Nebendahl, Justiziar Nis Nissen, Jens Kretschmer und seine Anwältin Pheline Stamer (v. li.) im Gespräch. Quelle: Foto: P. Dreu
Bad Segeberg

Nach LN-Informationen haben sich Kretschmer und der WZV darin auf eine Zahlung von 425000 Euro verständigt. Offen gelassen ist demnach in der achtseitigen Vereinbarung eine Regelung zu weiteren Ansprüchen Kretschmers bis zum Renteneintritt. Sollte er dafür zum 1. März 2022 Bedarf haben (so lange wäre sein Vertrag als WZV-Chef gelaufen), muss offenbar neu verhandelt werden. Angeblich erhebt Kretschmer für die Zeit danach Ansprüche von etwa 50 Prozent eines Jahresgehalts.

Kretschmer betonte am Dienstag: „Ich werde natürlich alles daran setzen, einen Job zu bekommen.“ Er sei vor zwei Wochen auf einer internationalen Messe in Süddeutschland gewesen ist. „Der Fall war nicht nur in ganz Norddeutschland ein Thema, sondern bundesweit. Von allen Seiten bin ich darauf angesprochen worden, was beim Wege-Zweckverband los sei“, erzählte der scheidene Verbandsvorsteher, der mit Ehefrau Meike und Rechtsanwältin Dr. Pheline Stamer aus Hamburg zur Verbandsversammlung gekommen war.

Wie schon in der ersten Abstimmungsrunde vor vier Wochen in Wiemersdorf, zu der 98 Bürgermeister gekommen waren, war auch am Dienstag die zweite Versammlung in einem Monat mit 96 Stimmberechtigten annähernd gleich gut besucht. Wie schon in Wiemersdorf wurde der Tagesordnungspunkt „Abwahl“ nichtöffentlich behandelt.

Nachdem die Öffentlichkeit wieder zugelassen war, verkündete Professor Mathias Nebendahl, Rechtsbeistand des WZV, das Abstimmungsergebnis. Für die zwischen Hauptausschuss und Jens Kretschmer getroffene Aufhebungsvereinbarung votierten 87 Bürgermeister bei fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Die Abberufung Kretschmers als Organ bejahten 92 Bürgermeister bei zwei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen. Die Entlassung aus dem Angestelltenverhältnis wurde einstimmig gefasst.

Danach überraschte Jens Kretschmer, dessen Stelle jetzt ausgeschrieben werden soll, mit einer letzten Rede an die Verbandsversammlung: „Ich bedanke mich, dass ich 20 Jahre mit ihnen arbeiten und viel lernen durfte. Mit ihnen habe ich viele Projekte bewegen können“, sagte Kretschmer. Abermals führte er den Breitbandausbau an, bei dem der WZV ganze Arbeit geleistet habe. Den Bürgermeistern dankte er zum Schluss für die eindeutigen Beschlüsse. Für Kommunale Aufgaben sei ein Gremium wie die Verbandsversammlung genau die richtige Runde, so Kretschmer. Ob beim WZV alles so bleiben könne, wie es ist, bezweifle er und prophezeite Schwierigkeiten, die auf den Verband zukommen könnten.

pd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Carmen Korn, Autorin von „Töchter einer neuen Zeit“, hält am Freitag, 1. Juni, eine Lesung zu ihrem erfolgreichen Roman „Zeiten des Aufbruchs“ in der Buchhandlung „Das Druckwerk“, Kurhausstraße 4.

29.05.2018

Hoffentlich ist das kein böses Omen für das geplante 18-Millionen-Projekt „Kreishauses II“ im Bad Segeberger Gewerbegebiet: Das Jugendamt zog aus einem Bürohaus nebenan aus, nachdem Mitarbeiter über Hautreizungen, Atembeschwerden bis hin zu Übelkeit geklagt hatten.

29.05.2018

Einen Kostenlosen Line Dance-Schnupperkursus bietet der Landfrauenverein Nahe und Umgebung an. Beim Line Dance wird kein Partner benötigt.

29.05.2018