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Segeberg WZV: Kreispräsident fordert „Tag des Aufbruchs“
Lokales Segeberg WZV: Kreispräsident fordert „Tag des Aufbruchs“
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22:12 30.07.2018
Als eine seiner ersten Aufgaben ließ Hanno Krause (hinten) über die Besetzung des Hauptausschusses abstimmen. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Bad Segeberg

Die Bürgermeisterin von Tensfeld und Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister von Bad Bramstedt, waren die einzigen verbliebenen Hauptausschussmitglieder, die sich erneut für dieses Amt zur Verfügung gestellt hatten. „Die Entscheidung, ob wir weiterhin Verantwortung zeigen wollen, ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Klüver, nachdem sie das Amt der Vorsitzenden der Verbandsversammlung nach 15 Jahren bereits an Hanno Krause, Bürgermeister von Kaltenkirchen, abgegeben hatte (die LN berichteten).

Mut zur Veränderung hatte Kreispräsident Claus Peter Dieck am Sonnabend auf der WZV-Verbandsversammlung gefordert. Den wird es mit einem neuen Verbandsvorsteher jedoch frühestens in einem Jahr geben. Bis dahin übernimmt offiziell Dr. Beatrix Klüver dieses Amt.

Nach den Turbulenzen um den inzwischen freigestellten Verbandsvorsteher Jens Kretschmer und dessen Entscheidungen, die Beschlüssen des obersten Entscheidungsgremiums zuwider liefen, war auch der Hauptausschuss in die Kritik geraten. Davon jedoch war am Sonnabend keine Rede mehr. Nahezu alle Wahlen wurden einstimmig gefasst. Lediglich bei Klüver und Kütbach, die zudem zu stellvertretenden Verbandsvorstehern gewählt wurden, hatte es eine Gegenstimme von Olaf Tödt (Bad Segeberg) gegeben. Seine Begründung:„Ich war erstaunt, als ich von der Kanditatur gehört habe. Dem Hauptausschuss hätte ein personeller Neuanfang gut gestanden.“

Klare Worte hatte zuvor Kreispräsident Dieck angestimmt, der an die Verbandsbürgermeister appellierte, sich den Gründungsgedanken „gemeinsam geht es besser“ zu bewahren. Aber er ging auch auf die Turbulenzen ein, die zur Abwahl von Jens Kretschmer als Verbandsvorsteher geführt hatten. „Vertrauen kann man nicht anordnen. Vertrauen muss wachsen. Der heutige Tag ist ein Tag des Aufbruchs.

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, uns aber bleibt noch die Zukunft“, so Dieck.

Bei der Frage, wer den WZV in die Zukunft führen wird, werden sich die Verbandsbürgermeister noch gedulden müssen. In der letzten Sitzung der eigens dafür eingerichteten „Findungsgruppe“ wurde ein Full-Service-Dienstleister mit der Suche nach einem neuen Verbandsvorsteher beauftragt. Außerdem soll dazu eine rechtliche Beratung eingeholt werden.

„Bis wir die ersten Kandidaten vor uns sehen, wird noch ein halbes Jahr vergehen. Dann kommen noch die Kündigungsfristen hinzu“, sagte Justiziar Nis Nissen. Er geht davon aus, dass ein neuer Verbandsvorsteher erst im zweiten, womöglich auch erst im dritten Quartal des kommenden Jahres zur Verfügung stehen wird.

Mit der Verbandsversammlung ist für Gerd Lentföhr als Hauptausschussvorsitzender und stellvertretender Verbandsvorsteher eine turbulente Zeit zu Ende gegangen. „Ich habe sehr viel erlebt und sehr viel bewerkstelligt“, sagte Lentföhr, der unter anderen die viel diskutierten Beraterleistungen durchforstet hatte. Eine Beraterleistung habe man streichen können, so Lentföhr, der zudem ein überarbeitetes Konzept der Unternehmensberatung PWC angekündigt hatte. Das erste Konzept hatte für einen Aufschrei unter den Mitarbeitern gesorgt. Seinen Kollegen vom Hauptausschuss und dem WZV-Justiziar dankte Lentföhr für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Von Petra Dreu

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