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Segeberg WZV liefert jetzt Bioabfall nach Lübeck und Rendsburg
Lokales Segeberg WZV liefert jetzt Bioabfall nach Lübeck und Rendsburg
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18:21 23.04.2016

Die kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe in Schleswig-Holstein werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Während in den Bioabfall-Vergärungsanlagen in Lübeck und Rendsburg noch Platz sei, benötigten die Neumünsteraner und Segeberger zusätzliche Behandlungskapazitäten für stetig wachsende Mengen, sagt jetzt der Wege-Zweckverband (WZV).

Die Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft mbH (BAV) habe deshalb die Behandlung von zwei Mal 5000 Tonnen pro Jahr Bioabfall europaweit ausgeschrieben. Unter Anwendung auch von Kriterien für den Klimaschutz hätten sich im Wettbewerb die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) und die Tochter der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde, die AWR Bioenergie GmbH, durchgesetzt. Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand gestern im Wertstoffzentrum in Neumünster statt.

Damit werde die abfallwirtschaftliche Kooperation der Kreise und Städte, die seit vielen Jahren bereits für den Restabfall bestehe, um eine weitere bedeutsame Abfallfraktion erweitert. Bioabfälle sind spätestens seit dem 1. Januar 2015 getrennt zu sammeln beziehungsweise von den entsorgungspflichtigen Körperschaften flächendeckend getrennt zu erfassen. Bei der anschließenden Behandlung soll die in den Bioabfällen befindliche Bioenergie durch Vergärung und Biogasproduktion genutzt werden und anschließend aus den Gärresten ein hochwertiger Kompost als Dünger produziert werden. Zudem müssen Keime, Sporen und Saaten sicher abgetötet werden (Hygienisierung). Das schreibe die Bioabfall-Verordnung vor, und das werde kontinuierlich im Rahmen der Gütesicherung von Dritten überwacht.

Seit 1. März 2016 hat die AWR Bioenergie GmbH begonnen, die 5000 Tonnen Bioabfall pro Jahr aus dem Wertstoffzentrum Neumünster zu übernehmen. Weitere 5000 Tonnen Bioabfall pro Jahr gehen direkt aus den Sammelfahrzeugen des WZV zur Vergärungsanlage der Entsorgungsbetriebe Lübeck. Beide Verträge haben eine befristete Laufzeit bis Ende 2020. Verlängerungen sind maximal bis Ende 2025 möglich. Bis dahin müssen sich die Gesellschafter der BAV darüber klar werden, ob eine eigene Bioabfallvergärungsanlage gebaut werden soll.

LN

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