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Segeberg WZV verhandelt über Haustarife
Lokales Segeberg WZV verhandelt über Haustarife
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21:10 06.12.2017
Alveslohe

„Wenn wir über ein paar Prozente sprechen, ist das eine Größenordnung, über die die Verbandsversammlung entscheiden muss. Deshalb wollen wir ein Votum mitnehmen“, sagte Verbandsvorsteher Jens Kretschmer. Konkret geht es um Lohnerhöhungen für die etwa 180 Mitarbeiter der WZV Entsorgungs-GmbH. Entsprechende Verhandlungen mit dem zuständigen Arbeitgeberverband der Entsorgungswirtschaft BdE waren gescheitert. Die Gewerkschaft Verdi, die sechs Prozent mehr Lohn fordert, hat bereits mit Streik gedroht, sollte es nicht zu Verhandlungen um Haustarife kommen.

„„Seien sie mir nicht böse, ich habe immer nur eine Sichtweise gehört, nicht aber die andere Seite. Für den Betriebsfrieden wäre das sehr wichtig.

Dieter Beuk

Bürgermeister Negernbötel

Für den Ellerauer Bürgermeister Eckert Urban gab es in der Beziehung keine zwei Meinungen: „Ich bin dafür, dass wir in Haustarifverhandlungen einsteigen, denn das gärt schon so lange.“ Das anschließende Votum fiel anschließend überraschend deutlich aus. Mit nur zwei Gegenstimmen und sieben Enthaltungen sprachen sich die Bürgermeister für entsprechende Verhandlungen aus.

Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Dieter Beuk (Negernbötel), Wiebke Bock (Blunk) und Dietrich Schwarz (Bornhöved) wird Eckert Urban den Verhandlungen beiwohnen. Dieter Beuk hatte am Dienstag zudem die Aufnahme eines Tagesordnungspunktes „Anregungen aus dem Betriebsrat“ ins Spiel gebracht. Bei der Verbandsleitung kam der Vorschlag nicht unbedingt gut an. „Es ist Praxis, dass die Personalvertretungen intensiv mit eingebunden werden“, entgegnete Jens Kretschmer. Die gleiche Meinung gab der Hauptausschuss-Vorsitzende Gerd Lentföhr wieder: „In allen Sitzungen ist der Betriebsrat dabei. Es besteht reger Austausch.“ So ganz wollte sich Dieter Beuk damit nicht zufrieden geben: „Seien sie mir nicht böse, ich habe immer nur eine Sichtweise gehört, nicht aber die andere Seite. Für den Betriebsfrieden wäre das außerordentlich wichtig.“

Positiv wertete die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi das Votum für Haustarifverhandlungen, die am Mittwochnachmittag bereits begonnen haben. Gewerkschaftssekretär Andreas Wübben: „Damit hat der WZV einen Arbeitskampf in wirklich allerletzter Minute abgewendet.“ Zu einer zweiten Verhandlungsrunde wollen sich die Beteiligten zwischen Weihnachten und Neujahr treffen.

Während der Verbandsversammlung äußerte WZV-Chef Kretschmer auch seinen Unmut über den bisherigen Betriebsrat, der gegen eine Entscheidung der Geschäftsführung im Zusammenhang mit der geplanten Umstrukturierung des WZV vor Gericht gezogen ist. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. In eine Liste hätten sich 147 Mitarbeiter eingetragen, um den Betriebsrat dazu zu bewegen, die Klage zurückzunehmen, was aber nicht geschehen sei. Große Hoffnungen setze er in den neu gewählten Betriebsrat, der mit fünf WZV-Mitarbeitern und vier Mitarbeitern der WZV-Entsorgung besetzt sei. „Da ist eine deutliche Tendenz zu Mitarbeitern, die konstruktiv mitarbeiten wollen.“ Vernunft setze sich durch, prophezeite der Verbandsvorsteher.

Die Bürgermeister forderte er auf, sich zu melden, wenn sie gegen irgendwas Bedenken hätten. „Ich würde mich über Rückmeldungen freuen, damit wir den Laden gemeinsam entwickeln.“

Petra Dreu

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