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Segeberg Wagen der Freundin gerammt - Doch kein Mord?
Lokales Segeberg Wagen der Freundin gerammt - Doch kein Mord?
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16:43 10.08.2012
Kiel

Das Kieler Landgericht habe den Haftbefehl gegen

seinen Mandanten aufgehoben, weil kein dringender Tatverdacht mehr

bestehe, sagte Verteidiger Philipp Marquort am Freitag der dpa. Damit

sei die Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger

Tötung in greifbare Nähe gerückt, sagte Marquort. Gerichtssprecher

Sebastian Brommann sagte, die Schwurgerichtskammer habe „nach der

bisherigen Beweisaufnahme Anlass, am Tötungsvorsatz zu zweifeln“ und

deswegen den Haftbefehl aufgehoben.

Der Autofahrer muss sich seit Mittwoch wegen heimtückischen Mordes

und zweifachen Mordversuchs vor Gericht verantworten. Der

verheiratete Mann fuhr nach einem Streit mit seiner Freundin am 9.

Dezember 2011 auf der Strecke von Bad Bramstedt nach Neumünster mit

Vollgas auf ihren Wagen auf. In den Trümmern starb der Freund ihres

Sohnes. Sie selbst und der Sohn überlebten schwer verletzt. Ein

Sachverständiger hielt es für möglich, dass der Angeklagte den Wagen

seiner Freundin erst im allerletzten Moment habe erkennen und nicht

mehr rechtzeitig reagieren können, sagte Marquort.

Vor Gericht erinnerte sich weder der Angeklagte noch die Mutter

oder ihr Sohn an Einzelheiten des Unfalls. Der Staatsanwalt ging in

seiner Anklage davon aus, dass der 41-Jährige seinen Wagen als Waffe

benutzte und den Tod der Insassen bewusst in Kauf genommen habe. Er

stimmte aber dem Antrag des Verteidigers auf Aufhebung des

Haftbefehls zu. Der Angeklagte saß seit Januar 2012 in

Untersuchungshaft. Das Urteil wird voraussichtlich kommende Woche

verkündet.

LN

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