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Segeberg Wahl ohne Auswahl in Norderstedt
Lokales Segeberg Wahl ohne Auswahl in Norderstedt
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21:04 22.04.2016
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote lenkt die Geschicke von Norderstedt bereits seit 18 Jahren. Quelle: Fuchs

Grohe leitet seit 18 Jahren die Verwaltung und tritt zum vierten Mal bei der Bürgermeisterwahl an. Zum ersten Mal in der 46 Jahre jungen Geschichte Norderstedts gibt es bei der Bürgermeisterwahl nur einen Kandidaten anzukreuzen.

Nach dem desaströsen Ausgang der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren, als die SPD-Gegenkandidatin Katharina Kriston mit 37,2 Prozent gegen Grote nur etwas mehr als ein Drittel der abgegebenen Stimmen erhielt, fanden die Sozialdemokraten nicht einmal einen Bewerber, der sich traute, gegen den 60 Jahre alten Amtsinhaber anzutreten. Dabei hätte sich Grote liebend gern einen Gegenkandidaten gewünscht, wie er sagt. „Demokratie lebt von der Wahl“, sagt er.

Nun muss er damit rechnen, dass die Wahlbeteiligung am Sonntag in den Keller rutscht und vielleicht nur jeder vierte Wahlberechtigte zum Wählen geht. Das wird seine Wiederwahl nicht verhindern, die nur dann misslingen würde, wenn mehr Wähler am Sonntag neben seinem Namen Nein statt Ja ankreuzen, womit kaum zu rechnen ist. Immerhin haben schon knapp 4000 Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, was ein außergewöhnlich hoher Anteil sei, sagt Stadtsprecher Bernd-Olaf Struppek.

Auf Einladungen von CDU, SPD, FDP und zuletzt der Grünen hat er seine Agenda für die nächste Amtszeit vorgestellt. Da überraschte er mit seinem Vorstoß, die U- Bahn-Anbindung, die zu Beginn seiner Amtszeit gerade vom Herold-Center in Garstedt zum U- Bahnhof Norderstedt-Mitte am Rathaus geführt worden war, bis in den nördlichsten Stadtteil nach Friedrichsgabe verlängern zu wollen, um die AKN-Bahn auf dieser Strecke überflüssig zu machen. Wie er dieses Verkehrsprojekt, das wohl einige Hundert Millionen Euro kosten dürfte und auch Land und Kreis in die finanzielle Pflicht nähme, umsetzen will, erklärte Grote nicht. Einfacher dürfte da der Bau eines eigenen Sterbehospizes zu realisieren sein.

Landesgartenschau, millionenschwerer Umbau des Stadtparks und der Ochsenzoll-Kreuzung, Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße, der flächendeckende Breitbandausbau und die Ansiedlung des Tesa-Konzerns, der gerade einen Rekordgewinn von 190 Millionen Euro vermeldete, sind die Pfunde seiner bisherigen Amtszeiten, mit denen Grote wuchern kann. Dabei musste er gerade beim 60 Millionen Euro teuren Glasfaserprojekt, dem Stadtpark und der Ausweitung des Gewerbegebiets Nordport allerhand Widerstände in Politik und Bürgerschaft überwinden. Der Nordport hätte mitten in der weltweiten Finanzkrise vor neun Jahren ein Millionengrab werden können. „Das waren die heikelsten Momente meiner bisherigen Amtszeit“, sagt Grote.

Von bf

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