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100 Wohnungen geplant, ein Hotel gewünscht

Wahlstedt 100 Wohnungen geplant, ein Hotel gewünscht

Im Wahlstedter Rathaus reibt man sich erwartungsvoll die Hände: Der Landesverein will im Zentrum sein Betreutes Wohnen ausbauen. Für die Bebauung des einstigen Eichestadions sind die Weichen gestellt, und ein potenzieller Investor will prüfen, ob sich ein Hotel in der Stadt lohnt.

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Wie diese Gebäude an der Ostlandstraße sollen die sechs neuen Mehrfamilienhäuser an der Rendsburger Straße aussehen.

Quelle: Fotos: Hiltrop

Wahlstedt. Seit Jahrzehnten hegen Stadt und Politik den Wunsch nach einem Hotel. Alteingesessene Wahlstedter erinnern sich womöglich an die vollmundigen Pläne an der Dorfstraße. Jahrzehnte ist das her.

LN-Bild

Im Wahlstedter Rathaus reibt man sich erwartungsvoll die Hände: Der Landesverein will im Zentrum sein Betreutes Wohnen ausbauen. Für die Bebauung des einstigen Eichestadions sind die Weichen gestellt, und ein potenzieller Investor will prüfen, ob sich ein Hotel in der Stadt lohnt.

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Einfache Zimmer

Garni-Hotel - das heißt ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Schrank, Dusche, WC , Frühstück. Ein Hotel Garni hat in der Regel kein Restaurant und bietet einfache Zimmern, die mit dem Nötigsten ausgestattet sind. Der fehlende Luxus macht eine Übernachtung günstig.

Eine Machbarkeitsstudie soll nun ausloten, ob sich eine solche Bleibe wirtschaftlich betreiben lässt: „Das geht in Richtung Hotel Garni auf kleinem Niveau, vielleicht zehn bis zwölf Betten“, umreißt Bauamtsleiter Torsten Maaß. „Kein Luxus, nichts für längere Zeit oder zur Erholung.“ Viel Platz brauche das Vorhaben nicht. Einen Interessenten, der prüfen wolle, ob eines seiner zentrumsnahen Grundstücke geeignet sei, gebe es auch schon, heißt es aus der Verwaltung. „Aber das ist noch nicht zu Ende gesungen“, macht der Bauamtsleiter deutlich, dass die Idee weiter reifen muss.

Fest steht, dass es sich nicht um das Gelände des einstigen Wahlstedter Hofs handelt. Hier wollte Eigentümer Jaroslav Mill eigentlich Wohnungen im Geschossbau errichten. Doch nachdem er mehrfach mit seinen Entwürfen bei der Politik gescheitert war, will er das Grundstück nun wieder loswerden. „Das steht zum Verkauf“, bestätigt der Wahlstedter den LN.

Weiter vorangetrieben wird von Politik und Verwaltung die Bebauung des ehemaligen Eichestadions. Einstimmig wurde im Bauausschuss die Aufstellung eines Bauleitplans empfohlen. Sechs Mehrfamilienhäuser sollen hier entstehen mit Platz für 79 Wohnungen. Die Hauptzufahrt erfolgt über die Rendsburger Straße. Aber es gibt auch die Möglichkeit, einen Parkplatz mit rund 50 Stellplätzen, der zu dem Gelände gehört, über die Adlerstraße zu erreichen. Um eine freie Gestaltung bis zum Flachdach auszuschließen, musste jedoch noch nachjustiert werden. So wurde festgelegt, dass nur Sattel- oder Walmdach mit einer Neigung zwischen 20 und 45 Prozent erlaubt ist.

Die Pläne von Investor Klaus Schenk sehen für das Eichestadion ähnliche Gebäude vor, wie er sie bereits an der Ostlandstraße realisiert hat. „Das ist genau das, was wir wollen“, betont der Ausschussvorsitzende Klaus Harm. Alle Einheiten seien barrierefrei, der Quadratmeterpreis werde bei etwa acht Euro Kaltmiete liegen, bestätigt Klaus Schenk, der sich Zeit nehmen will mit dem Baustart. „Ich habe da keine Eile, aber es gibt schon Anfragen von Interessenten.“

Konkret wird es auch für die Baulücke an der Poststraße, in Nachbarschaft zur Lebenshilfe-Kita. Das städtische Grundstück ist an den Landesverein für Innere Mission verkauft worden. Wie schon im vorderen Bereich an der Dorfstraße ist hier der Bau von 24 Betreuten Wohnungen geplant. „Zurzeit gehen wir hierfür von einer Investition von 3,5 Millionen Euro aus“, heißt es vom Landesverein. Wenn möglich, wolle man den Bau gern noch in diesem Jahr beginnen. Der Landesverein geht von einer Bauzeit von einem Jahr aus.

 Heike Hiltrop

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