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Segeberg Wahlstedt: Politik hat Wohnen und Straßen im Blick
Lokales Segeberg Wahlstedt: Politik hat Wohnen und Straßen im Blick
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17:03 08.11.2018
Buckelpiste: Die Adlerstraße in Wahlstedt soll, wie einige andere Strecken in Wahlstedt, mit einer Deckschicht „minimalsaniert“ werden. Quelle: HILTROP
Wahlstedt

Es steht einiges an. Wahlstedts Fachausschüsse beschäftigten sich dieser Tage vor allem mit Bauvorhaben.

Buckelpiste: Die Adlerstraße in Wahlstedt soll, wie einige andere Strecken in Wahlstedt minimalsaniert werden. Quelle: SGB

Die gute Nachricht vorweg: Gleich mehrere „Buckelpisten in der Stadt“ sollen zumindest „minimalsaniert“ werden. Knapp 160 000 Euro will die Verwaltung 2019 dafür in die Hand nehmen, sagt Bauamtsleiter Torsten Maaß. Auf der Liste stehen unter anderem: die Ostlandstraße mit knapp 60 000 Euro für eine Deckenerneuerung, der Kiefernweg und der östliche Teil der Alte Landstraße mit einer Oberflächensanierung (jeweils rund 11 000 Euro) sowie die Wittenborner Straße (17 700 Euro) und die Sanierung der Oberfläche des Wirtschaftsweges am Wittenborner Weg (23 500 Euro).

Zudem befassen sich die politischen Fraktionen derzeit mit den Straßenausbaubeiträgen. Eine Abschaffung findet hier momentan keine Mehrheit. Es läuft alles auf eine prozentuale Senkung der Beteiligung für Anlieger hinaus. Im Gespräch sind 20 Prozent. Geplant ist, dass die Stadtvertretung in ihrer nächsten Sitzung am Montag, 12. November, eine Entscheidung fällen soll.

Das Eckgrundstück an der Rendsburger Straße: einst Gasthof, nun Schandfleck. Investor Mill will hier Häuser bauen, nachdem er mehrmals mit seinen Vorschlägen abgeblitzt ist, scheint die Bebauung für die Politik annehmbar, die Mehrheit im Bauausschuss stört aber, dass zu viele Bäume gefällt werden sollen. Quelle: SGB

Noch keine Lösung für „Wahlstedter Hof“

Noch immer nicht in trockenen Tüchern ist die Bebauung des Geländes des ehemaligen „Wahlstedter Hof“. Das Gebäude gammelt weiter vor sich hin, Scheiben sind zerschlagen, das Grün wuchert mannshoch. Eigentlich wollte Investor und Grundeigentümer Jaroslav Mill schon lange mit dem Abriss und der Neubebauung mit Geschosswohnungen angefangen haben. Seine Pläne wurden jedoch immer wieder von der politischen Mehrheit aus CDU und FDP abgelehnt. Zu kompakte Baukörper, zu geschlossene Bauweise, zu wenig erhaltener Baumbestand: Das waren die Hauptargumente. Nun scheint sich eine Einigung anzubahnen. Zwar erteilte der Fachausschuss mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen auch den aktuellen Plänen eine Abfuhr, „aber mit der Bebauung kann man gut leben“, sagte Klaus Harm (CDU). Allerdings müsse dafür gesorgt werden, dass mehr als die vorgesehenen fünf der elf prägenden Bäume erhalten blieben. Konkret wurden die Politiker nicht, „aber so viele wie möglich“, umreißt Siegfried Dalfior (Grüne), nachdem die Verwaltung beauftragt wurde, darüber mit dem Investor zu verhandeln.

Ausbau Kronsheider Straße in Wahlstedt geht zügig voran. Die schmucke neue Bushaltestelle nahe der Mündung zum Sudetenweg kommt gut an. Quelle: Heike Hiltrop

Rad-Fußweg direkt an der Bushaltestelle

Die Kronsheider Straße steuert auf ihre Vollendung zu. Im „geringen fünfstelligen Bereich“ wird der Ausbau teurer durch Grundflächen, die an den Bushaltestellen dazu gekauft werden mussten, so Bauamtsleiter Torsten Maaß. Vom Plan abweichende Änderungen gibt es in Richtung Süden hinter der Waldstraße: Statt des geplanten zwei Meter breiten Gehwegs auf der östlichen und dem drei Meter breiten kombinierte Rad- und Gehweg auf der westlichen Seite haben nun beide Richtungen ein 2,50 Meter breiter Weg bekommen. Fuß- und Radfahrer teilen sich die Strecke ohne Beschilderung. Grund dafür: Segebergs Kreis-Verkehrsexperten waren gegen die ursprüngliche Planung. Verzwickt wird die Situation dadurch, dass der schmale und unbeschilderte Rad-Fußweg direkt an der Bushaltestelle entlang führt, sodass es zu gefährlichen Situationen kommen kann, wenn Fahrgäste aus dem Bus aussteigen und just in dem Moment ein Fahrradfahrer kreuzt. Kurz: Statt einer Verbesserung gibt es trotz teuren Ausbaus teilweise eine Verschlechterung. „Das kann es doch nicht sein“, wettert Klaus Harm, und Politiker aller Fraktionen pflichten ihm bei. „Wir hatten vorher eine sichere Lösung, die wir jetzt nicht mehr haben.“ Eine Ausweisung der Strecke als reinen Fußweg ist zwar ganz weit weg „von dem, was mit dem Ausbau angestrebt war“, so Harm, dennoch wurde die Verwaltung beauftragt, sich mit Nachdruck dafür beim Kreis einzusetzen.

Heike Hiltrop

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