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Segeberg Wahlstedter Hof: Deal zwischen Eigentümer und Stadt geplatzt
Lokales Segeberg Wahlstedter Hof: Deal zwischen Eigentümer und Stadt geplatzt
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22:18 12.04.2016
Das Gelände rund um den „Wahlstedter Hof“ ist wahrlich kein Aushängeschild für die Stadt. Quelle: Fotos: Hiltrop (1/2*)

Die Fenster sind eingeschlagen, das Gebäude heruntergekommen, das Gelände ungepflegt. Hundekot zwischen Gestrüpp, Sperrmüll der sich in den Ecken stapelt. Kurz:

Das fast 6000 Quadratmeter große Grundstück in der scharfen Kurve an der Rendsburger Straße in Wahlstedt ist ein echter Schandfleck. Und er ist seit langem ein echtes Ärgernis für Anlieger und Stadtverwaltung. Nun ist einmal mehr der geplante Kauf der Liegenschaft durch die Stadt Wahlstedt geplatzt.

Seit Monaten liefen die Verhandlungen zwischen dem Grundstückseigentümer, einem Mann aus Weede, und der Verwaltung. Aus gleich zwei Gründen hatte die Stadt, wieder einmal muss man dazu sagen, versucht das Gelände zu erwerben. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände des alten Eichestadions, das nur darauf wartet, endlich von einem Investor bebaut zu werden. Da hätte es gut gepasst, die Liegenschaft, auf der einst das Traditionslokal „Gaedekes Gasthof“ die Location schlechthin für rauschende Feste war, gleich mit anzubieten. Das hätte dann auch gleich das nächste Problem gelöst: Der Wahlstedter Schandfleck wäre verschwunden. Endlich.

„Aber wir sind nicht handelseinig geworden“, bedauert Bauamtsleiter Torsten Maaß. Mit Abrisskosten für das Gebäude und allem Drum und Dran hätte man etwa bei 400000 Euro gelegen. Zu viel für die gebeutelte Stadtkasse. Außerdem gibt es ein eingetragenes Wegerecht für ein Nachbarhaus, das in spätere Planungen einbezogen werden muss.

Der Eigentümer des Grundstücks habe gegenüber der Verwaltung aber einen weiteren Interessenten für das „Sahnestück“ mitten in der Stadt erwähnt, so Maaß. „Darum gehen wir davon aus, dass das dann auch über die Bühne geht.“ Für die Stadt wäre das nur gut, wie Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) bestätigt: „Uns ist nur daran gelegen, dass das Grundstück sich optisch verbessert. Hauptsache, da tut sich was.“

Und noch etwas anderes ist in der Mache: Ein zusätzliches Baugebiet soll ausgewiesen werden. Ein städtisches Grundstück und angrenzende private Flächen wurden dafür von einem Investor gekauft. „Am Eichengrund Süd“ lautet der Arbeitstitel für das Gelände, das Platz für 111 Einfamilienhaus- Grundstücke bieten soll.

Von Heike Hiltrop

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