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Wahlstedts Marktplatz: Die unendliche Geschichte

Wahlstedt Wahlstedts Marktplatz: Die unendliche Geschichte

50 Mal haben die LN in den vergangenen Jahren darüber berichtet: Der Wahlstedter Marktplatz. Jetzt soll es mal wieder einen Workshop mit Marktbeschickern, Anliegern und Politikern geben, damit sich etwas tut.

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Richtig idyllisch sieht der Marktplatz derzeit aus der Entfernung aus. Doch bei genauer Betrachtung ist er die reinste Rumpelpiste, ein Flickenteppich aus kaputten und herausgebrochenen Steinen.

Quelle: Fotos: Heike Hiltrop

Wahlstedt. Es muss etwas passieren mit dem Wahlstedter Marktplatz, darüber sind sich Verwaltung und Politik einig — und das nicht erst seit am Montag der Planungsausschuss den Termin für eine Gesprächswerkstatt zum Thema anberaumt hat. Wieder einmal. Fast 50 Mal hat die LN laut Archiv in den vergangenen Jahren über Wahlstedts „Mittelpunkt“ berichtet.

LN-Bild

Wieder ein Workshop mit Marktbeschickern, Anliegern und Politikern geplant — Ausschuss bekommt mehr Entscheidungs-Kompetenzen für Bauplanungen.

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So lange schon laborieren Politik und Stadt an dem sanierungsbedürftigen, 2000 Quadratmeter großen Flecken im Stadtkern herum — zumindest im Kopf. Getan hat sich dagegen so gut wie nichts. Dass sich etwas an der Situation ändert, blieb bisher nur ein Lippenbekenntnis.

Die Umgestaltung des Platzes ist seit Jahrzehnten Chefsache: Erst war es der zu kräftige Wuchs der Platanen, der die Pflastersteine hochdrückte und Bürger auf der holperigen Marktplatz-Oberfläche zu Fall brachte. Dann bröckelte nach und nach das poröse Pflaster weg. Der unattraktive Marktplatz steht seit Ende der 90er-Jahre im Fokus. Dass seine Umgestaltung eine große städtebauliche Aufgabe sei, darauf war man schon vor über 16 Jahren gekommen. Jetzt hat man sich im Planungsausschuss für einen Arbeitstermin mit Verwaltung, Politik, Anliegern und Marktbeschickern ausgesprochen, um erneut auszuloten, was man an der Fläche verändern kann. Am 4. Juli soll es mal wieder soweit sein.

Welche Richtung eingeschlagen werden soll, ist noch unklar. Man erinnere sich beispielsweise an das Parken auf der Fläche, das noch Anfang 2001 mit sechs zu drei Stimmen vom Fachausschuss abgelehnt worden war, ab Mitte 2004 jedoch in den Probebetrieb ging. Ein Jahr später stellte sich heraus, dass es zwar nicht nicht die gewünschte Belebung und Mehrkunden für die Geschäftsleute gebracht hat, aber gut angenommen wird. Seitdem wird hier geparkt, und die Oberfläche fortschreitend zur ruinösen Rumpelpiste.

Schon Anfang 2006 wurde entschieden, den Marktplatz zu sanieren. Die Verwaltung rechnete mit Kosten von etwa 140 000 Euro. Ein paar Monate später stand fest, dass der „Spaß“ 370 000 Euro kosten würde — mit schmucker Illumination und Möblierung. Die Politik deckelte den Betrag auf 200 000 Euro, dennoch geschah nichts.

Die Stadt ist notorisch klamm, die Sanierung wird jedes Jahr aufs Neue verschoben. 2012 wurden nach kontroverser Diskussion 20000 Euro für eine Planung locker gemacht — die Diskussion frischte auf. Erfolglos. Im Haushaltsplan für 2016 sind erneut 20000 Euro für die Planung eines neuen Marktplatzes enthalten. Der wurde dafür gerade erstmal ordentlich vermessen . . . Ende offen.

Weitere Baugebiete voranzubringen, gelingt Verwaltung und Politik derzeit deutlich schneller. Dafür wurde der Ausschuss unlängst von der Stadtvertretung sogar mit mehr Entscheidungs-Kompetenzen ausgestattet, die Planungsverfahren beschleunigen. Auch der Sporthallenfußboden kann im Sommer erneuert werden, dafür stehen 180000 Euro bereit. Zumindest ist das beschlossene Sache.

Verstärkung für das Standesamt

Heiko Flader ist „der Neue“ im Standesamt von Wahlstedt. Seit Ende vergangenen Jahres arbeitet der 43-Jährige aus Neumünster in der Verwaltung der Stadt. Er steht Standesbeamtin Roswitha Hagemann ein Drittel seiner Zeit zur Seite, ansonsten ist er für die städtischen Liegenschaften wie beispielsweise die Begegnungsstätte, Sporthallen und Pachtflächen zuständig. Zuvor war Heiko Flader in Lübeck tätig. Grund für den Wechsel war die kürzere Anfahrt zur Arbeit. „Das kommt meinen beiden Kindern zugute“, so der Familienvater, der in seiner Freizeit als passionierter Pétanque-Spieler (Boule) eine ruhige Kugel schiebt und zu einem von zehn Schiedsrichtern dieses Sports in Schleswig-Holstein gehört. hil

Von Heike Hiltrop

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